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Spritzschutz gibt es gleich im Empfangsbereich, wie Bürgermeister Georg Guggemos und Kämmerin Anett Bauer-Wunderlich im Rathaus Wessobrunn zeigen.
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Mit Plexiglasscheiben und Desinfektionsmittel haben sich Peißenbergs Bürgermeister Frank Zellner – hier mit seiner Sekretärin Marie-Sophie Strodl – und die Mitarbeiter auf die weitere Öffnung des Rathauses vorbereitet.
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Mobile Schalter und Desinfektionsmittel sind zwei der Schutzmaßnahmen, die im Hohenpeißenberger Rathaus getroffen wurden, wie Franziska Auerweck vom Bürgerbüro und Thomas Dorsch demonstrieren.

Besuch aber mit Einschränkungen verbunden

Publikumsverkehr in Rathäusern: Bürgergespräche am mobilen Holzschalter

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
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Derzeit findet in den Rathäusern nur eingeschränkter Publikumsverkehr statt, dennoch arbeiten die Gemeindeverwaltungen weiter. Wie gelingt in Wessobrunn, Hohenpeißenberg und Peißenberg der Spagat zwischen Sicherheit und langsamer Öffnung für die Bürger?

Peißenberg/Hohenpeißenberg/Wessobrunn – Im Hohenpeißenberger Rathaus wurde bereits aufgerüstet: Gleich am Eingang gibt es einen Desinfektionsmittel-Spender, Mundschutzmasken stehen zur Verfügung, die eine Änderungsschneiderin aus Hohenpeißenberg genäht und der Kommune gespendet hatte, es gibt Plexiglasscheiben zwischen den Schreibtischen, die nah aneinander stehen, und der Bauhof hat in Eigenregie drei mobile Holzschalter gebaut, die ebenfalls einen Schutz aus Plexiglas haben und in die Türen gestellt werden können. „So können wir wieder einen klassischen Schalterbetrieb anbieten und die Abstandsregeln einhalten“, sagt der Hohenpeißenberger Bürgermeister Thomas Dorsch. Damit seien Kunden und Mitarbeiter geschützt.

Hohenpeißenberg: Terminvereinbarung wichtig

Obwohl es inzwischen die verschiedenen Schutzmaßnahmen im Hohenpeißenberger Rathaus gibt, sollen die Bürger derzeit allerdings nur ins Rathaus kommen, wenn sie einen triftigen Grund haben – zum Beispiel bei Anmeldungen, Passangelegenheiten und Bausachen. Und auch in diesen Fällen bittet die Gemeindeverwaltung, vorher einen Termin zu vereinbaren: „Das ist wichtig, damit nicht alle auf einmal kommen“, sagt Dorsch. So wurde schon die ganzen Wochen zuvor mit Besuchern im Rathaus verfahren.

Peißenberg: Einwohnermeldeamt wieder für Laufkundschaft offen

Nach Wochen, in denen es im Peißenberger Rathaus in allen Abteilungen nur Publikumsverkehr gab, wenn ein Termin vereinbart worden war, wurde das für das Einwohnermeldeamt nun wieder geändert. „Wir haben das Einwohnermeldeamt wieder für Laufkundschaft geöffnet“, sagt der neue Peißenberger Bürgermeister Frank Zellner. Allerdings werde darauf geachtet, dass nicht mehr als fünf Bürger im Raum sind, die zudem eine Maske tragen sollten, wenn sie ins Rathaus kommen. Auch die Rathausmitarbeiter tragen einen Mund-NasenSchutz. In der Wartezone werde darauf geachtet, dass die Wartenden Abstand halten. Generell gelte es aber, Wartezeiten möglichst zu vermeiden.

Aus diesem Grund gibt es in allen anderen Abteilungen Publikumsverkehr auch nur mit Termin. „Das mit den Terminen funktioniert ganz gut“, sagt Zellner. Im gesamten Rathaus seien Plexiglasscheiben angebracht worden, wo sich zwei Mitarbeiter oder diese mit Bürgern nahe kommen. Auch im Peißenberger Rathaus gibt es ausreichend Desinfektionsmittel. Dem Bürgermeister ist es aber wichtig darauf hinzuweisen, dass die Verwaltung weiter für die Bürger da ist: „Wenn jemand ein Anliegen hat, sind wir erreichbar.“ Wie es mit der Öffnung des Peißenberger Rathauses weitergehe, hänge von der allgemeinen Entwicklung ab.

Wessobrunn: „Bis sich die Lage entspannt“, soll Termin ausgemacht werden

Nachdem das Wessobrunner Rathaus zeitweise für die Bürger geschlossen hatte, findet auch dort wieder Publikumsverkehr statt, aber nur, wenn zuvor ein Termin vereinbart wurde, wie der neue Wessobrunner Bürgermeister, Georg Guggemos, berichtet. Er geht davon aus, dass diese Praxis auch noch eine Weile beibehalten wird: „Bis sich die Lage entspannt hat, bitten wir darum, nur mit Termin ins Rathaus zu kommen“, sagt Guggemos. Damit werde vermieden, dass viele Menschen auf einmal irgendwo im Rathaus warten.

Auch in Wessobrunn wurden Plexiglasscheiben an den Schreibtischen und Tresen angebracht, um die Mitarbeiter und die Bürger zu schützen. Außerdem gibt es Desinfektionsmittel. Die Gemeinderatssitzungen finden in der großen Mehrzweckhalle und nicht wie sonst im „Eibenwald“ in Paterzell oder der „Post“ in Wessobrunn statt – die Gaststätten bieten nicht ausreichend Platz und sind derzeit geschlossen.

Lesen Sie auch: LED-Investition in Peißenberg zahlt sich aus

Die Gemeinde Wessobrunn hatte sich zunächst mit einem Schichtbetrieb darauf vorbereitet, dass einer der Mitarbeiter am Coronavirus erkranken könnte. In der Gemeindeverwaltung und am Bauhof seien zwei Gruppen gebildet worden, die immer abwechselnd im Dienst waren, damit, „wenn ein Trupp ausfällt, der andere einspringen kann“, sagt Guggemos. Inzwischen seien die Gruppen wieder aufgelöst worden.

Damit es irgendwann wieder mit neuem Schwung an der Schule in Forst und dem Kindergarten in Wessobrunn losgehen kann, wurden die Wochen der Schließung genutzt, um dort alles gründlich zu reinigen.

Auch interessant: Heute wird der neue Kreistag vereidigt. Dabei werden einige bekannte Gesichter fehlen. Unter ihnen auch Hans Geisenberger aus Sachsenried, der 30 Jahre lang dem Gremium angehörte. Zum Abschied ein Besuch auf seinem Bauernhof in Sachsenried.

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