Kaum noch eine S-Bahn fährt in München - Das sind die Ausweichmöglichkeiten

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Reihenweise Traktoren segnete Pfarrer Michael Vogg  bei der Bulldogwallfahrt in Hohenpeißenberg.

Bulldogwallfahrt

Segen für Mensch und Maschine

Mit festlich geschmückten Traktoren brachen 70 Fahrer – vom Führerschein-Neuling bis zum 84-Jährigen – von Reichling aus zur Bulldogwallfahrt nach Hohenpeißenberg auf. An der Wallfahrtskirche erhielten insgesamt 150 Fahrzeuge eine Segnung.

Reichling– Zum vierten Mal lud Pfarrer Michael Vogg zur Bulldogwallfahrt ein. Bürgermeister Georg Epple aus Apfeldorf übernahm die Organisation. Als Ziel hatten sie Hohenpeißenberg ausgesucht. Aus dem ganzen Lechrain versammelten sich frühmorgens in Reichling bei traumhaften Temperaturen die Wallfahrer.

Es waren 70 Traktoren mit Fahrerinnen und Fahrern, davon viele in Tracht und mit geschmückten Traktoren, Fähnchen und Blumen. Vom Führerschein-Neuling bis zum 84-Jährigen setzten sie sich nach der Einstimmung an die Mehrzweckhalle in Bewegung. Über Landstraßen, staubigen Feldwegen und durch Wälder ratterten die vorwiegend Oldtimer-Bulldogs Richtung Süden. Es ging über Apfeldorfhausen, Grubmühle nach Hagenlehen, Forst.

Hier warteten die „Bulldogfreunde Bayerischer Rigi Hohenpeißenberg“ mit Erfrischung und Brotzeiten. Der Tross bekam Zuwachs und wuchs auf knapp 150 Traktoren an. So erreichte man ziemlich verstaubt den Parkplatz der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. Reihenweise Traktoren aller Marken – von der Arbeitsmaschine bis zum gepflegten Oldie – war alles dabei.

Über Feldwege und Landstraßen zogen die Bulldogfahrer von Reichling aus.

Die Wallfahrtsmesse fand in der Kirche statt. Fünf Geistliche zelebrierten den Gottesdienst. Bürgermeister Thomas Dorsch grüßte die Wallfahrer und sprach von der Verbindung zum Lechrain. Tracht und Glaube verbinde die Gemeinden. Pfarrer Vogg meinte, vom Pfarrhof aus sehe er den Hohenpeißenberg. Dessen Bedeutung habe er bei dem 2008 aufgeführten Schongauer Festspiel von Maria Schweiger, „Feuer und Flamme – Bauernaufstand anno 1525“, anlässlich des 100-Jährigen des Lechgaues richtig erkannt.

Auch Pfarrer Christoph Doeringer, ein Studienkollege von Pfarrer Michael Vogg, war mit einem Oldtimer gekommen. Er hat in seiner Heimatpfarrei nach Lechrainer Vorbild ebenfalls Bulldogwallfahrten durchgeführt.

Pfarrer Doeringer erinnerte an die Lechrain-Bulldogwallfahrt vor zwei Jahren nach Hofen. Damals wurde die Messe in einem Zelt abgehalten. Pfarrer Vogg vollzog anschließend als Beifahrer auf einem Eicher die Segnung für Menschen und Maschinen. Es folgte die Einkehr im „Bayerischen Rigi“. Am selben Tag fand auf einer Wiese unterhalb ein Oldtimer-Gipfeltreffen statt. Zum Ausklang traf man dort noch einige Wallfahrer, bevor diese heimwärts zogen.

Gisela Klöck

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