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Die Absperrung auf der Umfahrung von Hohenpeißenberg bleibt, bis der Hang befestigt wird. 

Umfahrung Hohenpeißenberg: Gefahr, dass Hang komplett abrutscht 

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Kaum wurde die Umfahrung von Hohenpeißenberg endgültig für den Verkehr freigegeben, gibt es erneut Probleme: Ein Hang ist in Bewegung und muss befestigt werden. 

Hohenpeißenberg – Bis die Hohenpeißenberger Umfahrung im Dezember 2017 eröffnet worden war, galt es, einige Probleme zu meistern. Unter anderem die Stabilisierung im Bereich der Hohenwarter Kurve und der Bau der Deponie sorgten dafür, dass die Bauarbeiten so gewaltig ins Stocken gerieten, dass die Straße erst fünf Jahre nach dem anvisierten Termin für den Verkehr freigegeben werden konnte. Ein paar Monate nach der Freigabe für den Verkehr musste die Umfahrung von Hohenpeißenberg allerdings wieder gesperrt werden, damit die abschließende Asphaltschicht aufgetragen werden konnte.

Während die Bauphase also eher stockend verlief, kam nun, nachdem ein paar Monate freie Fahrt auf der in Hohenpeißenberg lang ersehnten Umgehungsstraße möglich war, unerwünschte Bewegung in die Geschichte: Ein Hang geriet ins Rutschen – und konnte bis jetzt nicht gestoppt werden.

Wie berichtet, musste deswegen im Mai eine Fahrspur gesperrt werden, zudem wurde die Geschwindigkeit dort begrenzt. Beides wird wohl auch noch eine Weile andauern.

„Der Hang ist immer noch in Bewegung“, sagt Andreas Lenker vom Staatlichen Bauamt in Weilheim. Er bewege sich rund zwei Zentimeter pro Woche. Seit dem Rutsch im Mai sei die Böschung, die in Bewegung geraten sei, laufend untersucht worden. Ein Gutachten wurde in Auftrag gegeben. Das Ergebnis liegt inzwischen vor. Nach Einschätzung des Experten kann sich noch viel mehr Material lösen. „Es besteht die Gefahr, dass die Fläche abrupt in Rutschen kommt“, sagt Lenker. Um eine Gefährdung der Verkehrsteilnehmer auszuschließen, müsse eine Fahrbahn abgesperrt bleiben. Nach den Berechnungen seiner Behörde weite sich auch ein großer Erdrutsch nicht bis über die rechte Spur aus.

Das Gutachter habe die Empfehlung ausgesprochen, den Hang auf einer Breite von rund 100 Metern zu sanieren und zu befestigten, so Lenker. Das sei aber heuer wegen des baldigen Winters nicht mehr möglich. „Die Sanierung wird im Frühjahr stattfinden“, sagt Lenker. So lange müsse das Gelände weiter untersucht werden. „Man muss schauen, wie verhält sich der Boden bei Frost und Tauwetter.“ Erst dann könnten weitere Schritte geplant werden.

Über Kosten kann Lenker noch nichts Genaues sagen: „Wir rechnen mit einem hohen sechsstelligen Betrag.“ Wenn sich allerdings herausstelle, dass es mit Maßnahmen wie zum Beispiel Kiessäulen, die das Wasser aus dem Boden ableiten könnten, nicht getan sei, und Pfähle in den Hang getrieben werden müssten, werde es richtig teuer. „Dann explodieren die Kosten“, sagt Lenker. Wenn im nächsten Frühjahr mit der Sanierung begonnen wird, sei das Ziel, die Umfahrung dafür möglichst nicht komplett zu sperren.

Grund für den Hangrutsch an der Umfahrung sind die schwierigen geologischen Bedingungen am Hohen Peißenberg. „Eine so große Baumaßnahme auf schlechtem Baugrund ist immer eine Gratwanderung“, sagt Lenker.

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