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Die Übeltäterin der nächtlichen Störung: Die Hornisse mit ihrer Brut im Nest an der Gardinenleiste.

Hohenpeißenberg

Ungebetene Gäste im Schlafzimmer der Walthers

Anderen würden diese ungebetenen Gäste den Schlaf rauben, aber das  Ehepaar Walther hat sich mit der Hornisse und ihrer Brut im Schlafzimmer arrangiert. 

Hohenpeißenberg – Jeden Morgen um halb sieben wachte Anton Walther wegen eines Brummens in seinem Schlafzimmer auf. „Seit gut zwei Wochen ging das täglich so, da brummte immer irgendetwas, aber gesehen habe ich nie was“, erzählt Walther. Doch dann hatte er „plötzlich etwas fliegen sehen“, und er begab sich auf die Suche nach der Quelle der Unruhe und fand ein Nest „direkt an der Gardinenaufmachung“, so der Hohenpeißenberger.

Erst dachte er an eine Hummel, die sich dort angesiedelt hatte. Es war jedoch eine Hornisse, die auch schon ihre Brut im Nest abgelegt hatte. Angst vor der Hornisse hat das Ehepaar Walther aber nicht: „Die ist ja ganz ruhig und wir tun ihr ja auch nichts“.

Das Ehepaar lässt jede Nacht das Fenster auf, die Vorhänge kann es nicht mehr zuziehen. „Wir machen halt jetzt die Jalousien zu und da kann die Hornisse ja auch durch die Lamellen“, erklärt Anton Walther.

Für das Umsetzen einer Hummel wäre die Behörde für Naturschutz der Regierung von Oberbayern zuständig gewesen, ansonsten kümmere sich diese nur um Naturschutzgebiete, so eine Sprecherin. Für Anliegen mit Hornissen, Wespen und Bibern ist jedoch die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Weilheim-Schongau die richtige Stelle.

Deshalb wandte sich Anton Walther an die Untere Naturschutzbehörde, und der zuständige Sachdienstleiter Norbert Weigl kontaktierte zwei ehrenamtliche Helfer, die das Hornissennest am kommenden Montag begutachten werden und es dann umsetzen können, sobald die Brut flügge ist.

Vorher dürfen die Ehrenamtlichen das Nest aus Artenschutzgründen nicht versetzen. „Das stört mich aber nicht, die Hornisse ist ja sehr friedlich. Wenn die Tiere umgesiedelt werden, bekommen sie einen schönen Platz bei mir im Garten.“, sagte Anton Walther.  

Franziska Florian

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