Seit ein paar Wochen gilt für einen Teil der Bergstraße Tempo 60.
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Seit ein paar Wochen gilt für einen Teil der Bergstraße Tempo 60.

Bergstraße auf den Hohen Peißenberg

Vorerst keine Resolution zum Tempolimit

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
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Mit dem Antrag von „Aufwind“ auf eine Resolution, wonach das Tempolimit auf der Bergstraße erweitert werden sollte, befasste sich der Gemeinderat Hohenpeißenberg. Der Antrag wurde zwar abgelehnt, das Ziel, dass die Geschwindigkeit auf der gesamten Bergstraße beschränkt wird, soll aber weiter verfolgt werden.

Hohenpeißenberg – Als es im Oktober nach monatelangem Ringen verschiedener Beteiligter klar war, dass zumindest ein Teil der Bergstraße in Hohenpeißenberg mit einem Tempolimit belegt werden soll, war die Meinung des Gemeinderats gespalten: Die einen waren der Ansicht, es sei besser als nichts, die anderen sahen die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Kilometer pro Stunde für rund 700 Meter als zu wenig an (wir berichteten).

Nun beschäftigte sich der Gemeinderat Hohenpeißenberg erneut mit dem Tempolimit auf der Straße, die auf den Hohen Peißenberg führt. Grund dafür war ein Antrag der Fraktion „Aufwind“, im Gemeinderat eine Resolution zu verabschieden, in der die zuständigen Behörden darum gebeten werden sollten, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf die gesamte Bergstraße auszuweiten. Das Tempolimit nur für einen Teilbereich zu erlassen sei „eine halbherzige Lösung“, so hieß es in dem Antrag.

„Es ist ein viel diskutiertes Thema“, sagte Gemeinderat Hermann Summer (Aufwind) dazu. Der Bescheid, durch den für einen Teil der Bergstraße ein Tempolimit verhängt worden ist, sei ein erster Schritt. „Es ist aber von der Logik nicht nachvollziehbar, warum es nicht für die gesamte Straße gilt. Zumal die Behörden eine Gefahrenlage dort sehen.“ Laut des Bescheides hatten alle beteiligten Behörden unisono eine Gefahrenlage gesehen, die das allgemeine Risiko erheblich übersteige. „Wir hätten gerne mehr“, sagte Summer.

Es sei der gemeinsame Wunsch gewesen, dass für die gesamte Bergstraße eine Lösung gefunden werde, sagte der Hohenpeißenberger Bürgermeister Thomas Dorsch dazu in der Gemeinderatssitzung. Das, was jetzt herausgekommen sei, sei nach vielen Verhandlungen und durch die Unterstützung verschiedenster Behörden und Einrichtungen als Kompromiss empfunden worden. Es sei jetzt die Frage, ob die Sache gleich noch einmal aufgerollt werde oder „ob wir erst mal schauen, ob sich etwas verändert“.

Dann erteilte er Gemeinderat Rudi Hochenauer (SPD), der an der Bergstraße lebt, das Wort: „Ich würde es gerne noch eine Weile so laufen lassen“, sagte er. Mit der Einführung des Tempolimits sei die Situation „zu 90 Prozent besser geworden“. Seiner Ansicht nach ist es jetzt vor allem wichtig zu kontrollieren, ob sich die Auto- und Motorradfahrer auch an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten. Mit einem weiteren Vorstoß zu einem Tempolimit für die gesamte Bergstraße würde er empfehlen, „bis Mai, Juni zu warten“. Auch Dorsch äußerte Zweifel an der Sinnhaftigkeit, zum jetzigen Zeitpunkt noch einmal nachzuhaken. Seiner Ansicht nach sollte das Ziel, ein Tempolimit für die gesamte Bergstraße zu erreichen, nicht aus den Augen verloren werden.

Dafür, noch abzuwarten, sprachen sich die meisten Gemeinderäte aus: „Ich muss dem Rudi zustimmen“, sagte die zweite Bürgermeisterin Gerlinde Rasch (CSU): Die Situation auf der Bergstraße solle zunächst beobachtet werden. Gegen die Resolution zu diesem Zeitpunkt und fürs Abwarten sprachen sich auch Melanie Sanktjohanser (CSU), Josef Wiedemann (CSU), Andreas Ranft (Freie Wähler), Hans Greiner (CSU) und Günter Weinmann (CSU) aus, wobei die beiden Letztgenannten sagten, dass sie es für wichtig halten, dass das Thema in rund einem Jahr wieder auf die Tagesordnung des Gemeinderates gesetzt wird. Rupert Weingartner (CSU) betonte, dass das Einhalten des Tempolimits auch kontrolliert werden müsse.

Nach der Diskussion wurde zweimal abgestimmt. Einmal darüber, ob die Resolution zum jetzigen Zeitpunkt auf den Weg gebracht werden soll (zwei Ja-Stimmen, der Rest Nein-Stimmen) und einmal darüber, ob das Thema „Tempolimit auf der gesamten Bergstraße“ zu einem anderen Zeitpunkt erneut behandelt werden soll (einstimmig angenommen).

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