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Standorte für 5G Antennen werden in Hohenpeißenberg vorerst nicht gesucht.  

Vorerst Nein zu 5G: Hohenpeißenberg sucht nicht mit

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
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Der Freistaat sucht nach Standorten für die „5G-Sendetechnik“. Und die Gemeinden sollen mitsuchen. Kürzlich befasste sich der Hohenpeißenberger Gemeinderat mit diesem Thema und erteilte erstmal eine Absage. 

Hohenpeißenberg – Das Ergebnis war eindeutig: Einstimmig erteilte der Hohenpeißenberger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung dem „Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie“ eine Absage. Das Ministerium hatte die Kommunen in einem Schreiben vom 14. Mai um Unterstützung gebeten bei der Suche nach neuen Standorten für Mobilfunkanlagen für die „5G-Sendetechnik“. Die „Ansprüche von Wirtschaft und Verbrauchern an mobiles Telefonieren und Surfen“ würden stetig steigen, so das Ministerium. Mobilfunk sei ein wichtiges Ziel der bayerischen Strukturpolitik.

Für die Politik habe die Gesundheit der Menschen „höchste Priorität“, deswegen seien Grenzwerte für Mobilfunk festgelegt worden. Dass diese Grenzwerte auch bei der neuen „5G-Sendetechnik“ eingehalten würden, werde überwacht, so das Ministerium.

Hohenpeißenberg beteiligt sich vorerst nicht an der Suche

Dennoch waren alle 14 anwesenden Gemeinderatsmitglieder aus Hohenpeißenberg in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause der Ansicht, dass Hohenpeißenberg „sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht aktiv an der Standortsuche für die neue ,5G-Technologie‘“beteiligt, heißt es im Protokoll zur Sitzung. Zudem sollen keine kommunalen Flächen für neue Sendeanlagen zur Verfügung gestellt werden, die strahlungsintensiver sind als die herkömmlichen Sendeanlagen.

Derzeit wird sowohl die Meinung vertreten, dass die neue Technik nicht gesundheitsschädlich ist als auch die, dass sich die „5G-Sendetechnik“ sehr wohl negativ auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt. Auch eine Bürgerinitiative aus der Region wendet sich gegen diese strahlenintensive Technologie und hat dies auch schon in einem Schreiben an die Gemeinde Hohenpeißenberg dargelegt.

Bürgerinitiative gegen „5G“-Technik gegründet

Die Bürgerinitiative „5G Alpenland“ hat sich an die Gemeinde gewandt und vor den „gravierend negativen Folgen für Menschen, Tiere und Natur“ gewarnt, die mit der neuen Technik einhergehen. „Das Recht auf Leben und Unversehrtheit ist ein Grundrecht des Menschen. Dieses Grundrecht wird in der heutigen Anwendung der Mikrowellentechnologie massiv verletzt“, lautet die Meinung der Bürgerinitiative, die sich jüngst gegründet hat.

Auch aus dem Hohenpeißenberger Gemeinderat gab es kritische Stimmen zur neuen Technologie und vor allem viele ungeklärte Fragen und Unsicherheiten. „Solange es diese Unsicherheiten gibt, sind wir als Gemeinde dazu verpflichtet, für die Bürger zu sorgen“, sagte der Hohenpeißenberger Bürgermeister Thomas Dorsch über die Entscheidung seines Gemeinderates.

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