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Beim Schmankerlfest machten es sich die Besucher im Festzelt gemütlich.

“Das läuft ab wie ein großes Brautverziehen“

Weinfest Hohenpeißenberg: Wie „Wiesn“ mit Weinschorle

Der Hohe Peißenberg ist derzeit ein Festberg. Am 2. Juni steigt das Musik-Festival „Grüne Sonne“, und gerade ging das Fest der Knappschafts- und Trachtenkapelle zu Ende.

Hohenpeißenberg – Weinfest und Schmankerlabend feiern die Trachtler traditionell. Letzterer ging bereits am Freitag mit rund 500 Besuchern über die Bühne. Kredenzt wurden unter anderem Fischteller, Frühlingsrollen, Glasnudeln, Rigi-Burger und Schwammerl mit Brezenknödel. „Es war insgesamt ein schönes und gemütliches Fest – mit Essen in allen Variationen“, bilanzierte Kapellen-Vorstand Peter Wiesmüller am Sonntagnachmittag. Zu dem Zeitpunkt hatte die 31. Auflage des Weinfestes bereits ordentlich Fahrt aufgenommen.

Vor allem die Hohenpeißenberger TSV-Fußballer machten sich mit lautstarken Gesängen bemerkbar. Während der Schmankerlabend inzwischen den Charakter eines Familienfestes hat, vergnügt sich beim Weinfest eher in Tracht gehülltes Jung-Partyvolk. Das ist wie Oktoberfest – nur ohne Bier. Vor allem am Abend geht es richtig ab: „Das läuft dann wie ein großes Brautverziehen ab. Spätestens ab 20 Uhr stehen die meisten der 1500 Gäste nur noch auf den Bänken“, erzählt Michael Rasch, der zweite Vorsitzende der Knappschaftskapelle. Ausgeschenkt wird beim Weinfest übrigens nur noch Weinschorle. Das hat nicht nur mit einer Auflage des Landratsamts zu tun, sondern ist auch, wie es Rasch schmunzelnd formuliert, „besser für alle Beteiligten“. „Purer Wein wurde auch früher eh kaum getrunken“, ergänzt Wiesmüller.

Beschwerden von den Anliegern auf dem Hohen Peißenberg – zum Beispiel wegen des Lärmpegels – gibt es nach Auskunft der Vereinschefs keine. Der Bergwirt, dem der untere Parkplatz gehört, ist in die Organisation involviert, und ein Landwirt stellt seine Wiese als Parkfläche zur Verfügung. „Das läuft alles ganz entspannt ab – auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde klappt bestens“, betont Rasch.

Ein paar Vereinsmitglieder haben extra eine Woche Urlaub genommen, um zusammen das Festzelt aufzubauen. Doch der Aufwand lohnt sich. Über Zahlen wollen die Vereinschefs zwar nicht sprechen, doch mit dem Erlös aus dem Festwochenende wird ein Großteil des Vereinsjahrs finanziert. Das Geld fließt unter anderem in die Nachwuchsarbeit sowie in die Beschaffung von Musikinstrumenten oder Uniformen. Auch der professionelle Dirigent, den sich die Kapelle seit anderthalb Jahren leistet, muss bezahlt werden. Der Wein wurde auch heuer wieder von befreundeten Winzern aus Hochstadt in Rheinland-Pfalz geliefert. Stefan Hecky schenkte einen halbtrockenen Müller-Thurgau aus, und von Heinz Schweder gab’s Rotwein-Cuvée. „Oberbayern ist ja eine Biergegend. Da tut man sich als Winzer schwer“, sagte Hecky. Für das Weinfest am Hohen Peißenberg war die Skepsis allerdings unbegründet.

Von Bernhard Jepsen

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