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Stürmischer Abend in Aidenried: „Friederike“ tobte sich am 18. Januar auch über dem Ammersee aus.  

Wetterrückblick Januar

Warm, kalt, nass und stürmisch

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Frostige Kälte und unerwartete Wärme, Dauerregen und heftiger Sturm: Dieser Januar hat alles geboten. Und zwar derart, dass einige Daten der Wetterbeobachter auf dem Hohen Peißenberg Einlass in die Rekordbücher fanden.

Hohenpeißenberg – Wetterbeobachter Siegmar Lorenz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) auf dem „Bayerischen Rigi“ spricht von einem „sehr turbulenten Wetter“. Hatte das Jahr niederschlagsreich und stürmisch begonnen, konnten sich die Oberlander danach über einige freundliche Tage freuen. Am 9. Januar wurden von den Wetterbeobachtern immerhin 14,7 Grad gemessen. Ein Tagesmaximarekord, so Lorenz: „Denn noch nie seit dem Bestehen unserer langjährigen Messreihe seit 1781 war es zu diesem Datum so warm.“ Dieses Datum markierte am Ende den wärmsten Tag des Monats. Grundsätzlich war der Wintermonat um 4,3 Grad zu warm, teilt Lorenz mit – und mit einer Mitteltemperatur von 2,7 Grad der fünftwärmste Januarmonat seit 1781. „Bei uns stieg das Quecksilber an acht Tagen des Monats über 10 Grad Celsius.“

Zu Beginn der 2. Dekade zeigte sich der Januar dagegen winterlich. Dank kälterer Luftmassen aus dem Osten gab es einige Tage mit Dauerfrost auf dem Hohen Peißenberg. Viel zu sehen war jedoch nicht: Vom 11. bis 13. Januar herrschte Dauernebel. Es folgten Schneefälle und eine immerhin 19 Zentimeter hohe geschlossene weiße Pracht. Insgesamt gab es im vergangenen Monat fünf Eistage und an 15 Tagen trat Frost auf. Am kältesten war es am 21. Januar mit minus 4,3 Grad Celsius.

Eines prägte jedoch den Start ins neue Jahr 2018: Es wurde stürmisch. Windstärke 6 im Schnitt wurde an immerhin 17 Tagen registriert, so Lorenz. Am 3. Januar fegte „Burglind“ mit Orkanböen über den Raum Weilheim-Penzberg. Der Deutsche Wetterdienst meldete damals kurz vor Mittag Orkanstärken. Die höchste Windspitze wurde mit 37 Meter/Sekunde gemessen – das waren 134 km/h. Die Feuerwehren mussten zu auf Straßen gefallenen Ästen und umgestürzten Bäumen ausrücken – von Hohenpeißenberg über Pähl bis nach Antdorf. Vereinzelt fiel der Strom aus.

Am 18. Januar trat dann Sturmtief „Friederike“ auf den Plan. Der Orkan erreichte laut Wetterbeobachter Lorenz auf dem Hohen Peißenberg Spitzengeschwindigkeiten bis zum 35 Meter die Sekunde, umgerechnet 126 km/h. Zum Vergleich: auf dem Brocken im Harz wehte der Orkan bis zu 203 km/h stark. Die Feuerwehren hatten wieder alle Hände voll zu tun. Die Integrierte Rettungsleitstelle (ILS) in Weilheim meldete zum Abend für die Landkreise Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen 36 „sturmbedingte Einsätze“. Es kam zu Störungen im Bahnverkehr. Am Ende hatten die Menschen im Landkreis aber Glück, weil „Friederike“ sich hier vergleichsweise glimpflich austobte. Dass der Wind jedoch mit mindestens Stärke 8 (etwa 70 km/h) über den Hohen Peißenberg fegt, so etwas notieren die Beobachter selten.

Der Januar war aber auch nass. Allein vom 18. bis 22. fielen „auf dem Hohen Peißenberg mehr Niederschläge als im gesamten Januar zu erwarten wäre“, hat Wetterbeobachter Siegmar Lorenz festgehalten. Im Januar fielen 132 Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Lorenz: „Damit war es der drittniederschlagsreichste Januarmonat seit Bestehen dieser Messreihe.“ Und diese gibt es immerhin schon seit dem Jahr 1879. Mit dem Niederschlag setzte sich laut DWD-Mann ein Trend fort: „Seit einschließlich Juli vergangenen Jahres waren alle Monate mehr oder weniger zu nass.“

Übrigens: Mit Sonnenschein wurde das Oberland im Januar auch nicht sehr verwöhnt. Allerdings war der Hohe Peißenberg noch einer der sonnenscheinreichsten Orte sowohl bayern- als auch deutschlandweit. Auf dem Berg schien die Sonne laut DWD-Statistik 80 Stunden – was 86 Prozent des langjährigen Mittels ausmache. An acht Tagen zeigte sich die Sonne dagegen überhaupt nicht. Es wurden 21 Nebeltage beobachtet.

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