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Noch Mitte März waren in Weilheims Fußgängerzone Räumfahrzeuge unterwegs. 

Wetterrückblick März

Kalt, wechselhaft, warm

Hohenpeißenberg - Das Märzwetter lässt sich so beschreiben:   Es hat kalt angefangen, wechselhaft weitergemacht und  warm abgeschlossen.

Der erste Tag des meteorologischen Frühlings – der 1. März – begann hochwinterlich mit Dauerfrost und Schneefall. Ein Tief über Korsika führte auf seiner Vorderseite feucht-warme Mittelmeerluft über die Adria heran, welche auf die rückseitige Kaltluft des Tiefs aufglitt. Dadurch wurden langanhaltende und großflächige Niederschläge ausgelöst, welche das gesamte Alpenvorland erfassten. Auf dem Hohen Peißenberg fielen vom 29. Februar bis 1. März 23 Zentimeter Neuschnee. Danach setzte sich mit einer Nordwestströmung nasskaltes Wetter mit Schnee- und Graupelschauern durch. Die Temperaturen stiegen bis zur Monatsmitte tagsüber nur wenig über den Gefrierpunkt an und lagen nachts durchweg im leichten Frostbereich.

Vom 17. bis 20. März konnten die Tagestemperaturen unter Hochdruckeinfluss bei erstmalig über zehn Stunden Sonnenschein pro Tag auch mal vereinzelt über 10 Grad steigen – der Frühling hatte die Region erreicht. Bis zum Karfreitag, welcher ein trüber Tag mit Schnee- und Regenfällen war, gingen die Temperaturen dann nochmals zurück. Ab Ostersamstag sorgte eine Südwestströmung dann zwar für steigende Temperaturen, jedoch auch für leicht wechselhaftes Osterwetter mit sonnigen Abschnitten. Einen besonderen „Lichtblick“ gab es am Vormittag des Ostersonntag auf dem Hohen Peißenberg durch einen kurzzeitigen Föhneinschub. Schon die Nachttemperaturen waren von 5 Grad um Mitternacht auf bis zu 10 Grad Celsius am Morgen angestiegen. Gegen 11 Uhr wurde dann das Tagesmaximum von 15,5 Grad erreicht. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von nur 18 Prozent war ausgezeichnete Fernsicht geboten. Schon mittags brach der Föhn plötzlich zusammen, der Wind drehte abrupt von Süd auf West, Wolken zogen auf, und die Temperaturen lagen wieder unter 10 Grad. An diesem Vormittag war es deutschlandweit nirgends wärmer als auf dem Hohen Peißenberg. Nach dem winterlichen Start endete der Monat am 31. mit einem Rekord: Das Quecksilber war bei Südwind mit Föhnunterstützung auf 23,6 Grad geklettert – noch nie seit Beginn der Messreihe im Jahr 1879 wurde eine so hohe Temperatur im März gemessen.

Insgesamt fiel der Monat mit einer Mitteltemperatur von 2,0 Grad um 0,4 Grad zu warm aus. Dieselbe Mitteltemperatur wurde auch im Februar errechnet. Frosttage gab es im März noch 23. An zwei Tagen wurde der Nullpunkt nicht überschritten (Eistage). Am kältesten war es am 8. März mit -4,7 Grad. Der Vormonat war zu trocken, denn mit 38 Litern pro Quadratmeter fielen nur 60 Prozent der langjährig zu erwartenden Summe. Die Schneedecke verabschiedete sich am 25. März endgültig vom Hohen Peißenberg.

Der stürmischste Tag war der 29. März mit Windstärke 8 im Mittel und einer Windspitze von 97 Kilometern pro Stunde.

Siegmar Lorenz

Wetterbeobachter

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