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Zum ersten Mal heuer richtig Winter auf dem Hohen Peißenberg. Hermann Weckerle machte dieses Foto am 13. November an der Südse ite des Berges. 

Wetterrückblick vom Hohen Peißenberg

November brachte wenig Sonne und viel Wind

Der November  lieferte einen  Vorgeschmack auf den  Winter, wie es im Rückblick des Deutschen Wetterdienstes heißt.  Die Sonne ließ sich nur wenig blicken.

Hohenpeißenberg Von den relativ milden Oktober-Temperaturen mussten wir uns im vergangenen Monat verabschieden. Mit Nordwestwinden erreichte uns am 5. November eine Kaltfront. Sie führte Meeresluft polaren Ursprungs zu uns. Die Temperaturen stürzten bei uns auf dem Hohen Peißenberg von zwölf auf null Grad Celsius, die Niederschläge gingen in Schnee über und bildeten die erste zusammenhängende Schneedecke dieser Saison.

Die Tageshöchsttemperaturen blieben aber zunächst über null. Das änderte sich ab 13. November. Nach dem Durchzug einer weiteren Kaltfront kletterten die Temperaturen vier Tage lang nicht über die Null-Grad-Grenze. Am 12. und 13. November fiel erneut Schnee, sodass sich eine Schneedecke bildete, die bis zum 21. November liegen blieb.

Vom 14. bis 17. November sorgte eine Hochdruckbrücke für trockenes Wetter. Am 15. November schien dazu neun Stunden lang die Sonne. In den Niederungen hielt sich oft der Nebel. Vom Hohen Peißenberg aus konnte der Blick über das Nebelmeer hinweg bis zum 130 Kilometer entfernten Großvenediger schweifen. Zum Ende der zweiten Dekade setzte sich mit einer Nordwestlage erneut nasskaltes Wetter durch. Vom 22. bis 24. November lag ein Hochdruckgebiet über Südeuropa. Eine Südwestströmung verwöhnte uns nochmal mit für diese Jahreszeit sehr hohen Temperaturen von weit über zehn Grad Celsius.

Danach stürzte die Temperatur wegen einer Nordwestströmung wieder. Ab dem 26. November bildete sich erneut eine geschlossene Schneedecke, welche bis über den Monatswechsel hinaus erhalten blieb. Insgesamt fiel der November mit einer Monatsmitteltemperatur von 2,4 Grad Celsius ziemlich normal aus.

Der Gesamteindruck war dennoch frühwinterlich, weil es mehrere Eistage gab – Tage mit Höchsttemperaturen unter null Grad Celsius – und noch mehr Frosttage. An 17 Tagen lag Schnee. Am meisten Schnee lag am 14. November, da waren es elf Zentimeter.

Messbare Niederschläge fielen ebenfalls an 17 Tagen; an 13 Tagen mit Schnee. Insgesamt war der diesjährige November zu nass. Nur an neun Tagen blieb es völlig trocken. Zudem war der November 2017 ein sonnenarmer Monat: An 15 Tagen ließ sich die Sonne überhaupt nicht blicken. Dazu passte auch die Zahl der vielen Nebeltage. Der November war insgesamt sehr windig.

Sigmar Lorenz

Wetterbeobachter

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