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Hohenpeißenberg: Aus Sparkasse wird Kita.

Lösung gefunden

Hohenpeißenberg: Kindergarten-Notgruppe entsteht an ungewöhnlichem Ort

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So viele Kinder benötigen in Hohenpeißenberg einen Kindergartenplatz, dass drei Notgruppen entstehen. Zwei werden an einem ungewöhnlichen Ort untergebracht.

Hohenpeißenberg– „Es ist jetzt fix“, teilte der Hohenpeißenberger Bürgermeister Thomas Dorsch in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit: „Wir haben eine Lösung gefunden.“ Ab September wird aus dem ehemaligen Sparkassengebäude an der Hohenpeißenberger Hauptstraße eine Kinderkrippe – zumindest vorübergehend. Dort werden die zwei Notgruppen unterkommen, die auf die Schnelle geschaffen werden müssen, nachdem es viel mehr Anmeldungen in den Kinderbetreuungseinrichtungen gab als erwartet. „Nach dem aktuellen Stand wären es 50 Kinder, die nicht versorgt werden könnten“, sagte Dorsch.

Es sei eine größere Problematik, dass es inzwischen meist „sehr kurzfristig klar wird“, wie viele Kinder ab dem neuen Kindergartenjahr in den Einrichtungen betreut werden müssten. Es sei schwierig zu planen, in welchem Alter die Kinder in den Kitas angemeldet werden. Der Trend gehe zunehmend dahin, dass bereits einjährige Kinder Krippen besuchen.

Gemeinde wollte verhindern, dass 50 Kinder unbetreut bleiben

Den Fall, dass 50 Kinder ohne Betreuungsplatz bleiben, wollte die Gemeinde nicht eintreten lassen. „Wir schauen, dass wir ab September möglichst allen etwas bieten können“, so der Bürgermeister. Dazu müssen insgesamt drei Notgruppen eingerichtet werden. Wie berichtet, soll eine Gruppe für Kindergartenkinder in die „Primus-Koch-Grundschule“ umziehen. Sie wird an den St.-Anna-Kindergarten angegliedert, für den die „Caritas“ die Trägerschaft hat. Zwei weitere Notgruppen für Krippenkinder sollen nun im ehemaligen Sparkassengebäude unterkommen, wo bis vor wenigen Wochen noch ein Blumenladen war. Dafür, dass die Buben und Mädchen dort auch gut betreut werden können, müssen erst noch einige bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Dazu habe die Sparkasse bereits ihr O.K. gegeben, berichtete Dorsch: „Das ist eine gute Lösung. Wir sind der Sparkasse Oberland sehr dankbar.“ Diese beiden Gruppen werden an den „Hetten-Kindergarten“ der „Kinderhilfe Oberland“ angegliedert, die zu „Herzogsägmühle“ gehört.

Wie es auf Dauer weitergeht, ist noch unklar

Wie es dann auf Dauer mit der Entwicklung der Kinderbetreuungseinrichtungen in Hohenpeißenberg weitergeht, das ließ der Bürgermeister auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung offen: „Was weiter läuft, kann ich noch nicht sagen.“ Dass auf Dauer ein neuer Kindergarten eingerichtet wird, steht bereits fest. Wo dieser entstehen soll, ist aber noch nicht geklärt. Fest steht allerdings, dass die vielen Kindergartenplätze, die zusätzlich geschaffen werden müssen, „eine große Herausforderung“ für die Gemeinde darstellen, wie Dorsch sagt. Es gehe dabei nicht nur darum, die passenden Räumlichkeiten zu schaffen, sondern auch um die zusätzlichen Personalkosten, die dann laufend anfallen.

Lesen Sie auch: Erst drei Notgruppen, dann eine neue Kita

Hohenpeißenberg wächst – aber wohin?

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