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Geehrt für sein Engagement in Sachen „Kultur“: der Hohenpeißenberger Rupert Weingartner (Mitte), der von seiner Ehefrau Christa (Dritte von rechts) begleitet wurde. Bei der Ehrung waren zudem anwesend (von links) Rudi Hochenauer (Schatzmeister Förderverein), Max Biller (Gemeindearchivar), Reinhold Socher (2. Vorsitzender Förderverein), Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Hohenpeißenbergs Bürgermeister Thomas Dorsch.

Hohenpeissenberg

Verdienstmedaille für Rupert Weingartner

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Hohenpeißenberg - Rupert Weingartner von den Freunden der Wallfahrtskirche hat die  Verdienstmedaille des deutschen Verdienstordens erhalten. 

Mit solch einer Auszeichnung „habe ich überhaupt nicht gerechnet“, sagt Rupert Weingartner. Für sein Engagement als Vorsitzender des Fördervereins „Freunde der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt“ erhielt der Hohenpeißenberger die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Medaille samt Urkunde erhielt Weingartner (71) aus den Händen von Landrätin Andrea Jochner-Weiß. Auf die Auszeichnung „bin ich stolz“, sagt der Hohenpeißenberger. „Wenn Ehrenamt so gewürdigt wird, ist das eine tolle Sache.“

Für Weingartner steht aber nicht die persönliche Ehrung im Vordergrund: „Es ist eine Auszeichnung für den ganzen Verein.“ Diesem steht er seit der Gründung im Herbst 1995 vor. Mittlerweile hat der Förderverein rund 530 Mitglieder. Über die Jahre sammelten die Freunde der Wallfahrtskirche gut 1,3 Millionen Euro, um die umfangreichen Restaurierungsarbeiten an und in der Kirche zu unterstützen. Von 2006 bis 2011 wurde die Gnadenkapelle restauriert. Sie ist Bestandteil des voralpinen Jakobswegs. Die fünf Bronzeglocken, die im Sommer 2012 eingeweiht wurden, sind ebenfalls vom Verein finanziert worden.

Zufrieden zurücklehnen können sich Weingartner und seine Mitstreiter aber beileibe nicht. Es läuft ja immer noch die Restaurierung der Wallfahrtskirche. Die Einweihung geht am Kirchweihsonntag, 16. Oktober, mit Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising, über die Bühne. Und bis dahin „ist noch viel Arbeit zu erledigen“, sagt Weingartner. Zurzeit sind die Heiligenfiguren in München, wo sie restauriert werden. In der letzten Zeit sind die Kirchenbänke ausgebaut, hergerichtet und wieder eingebaut worden. Die Gerüste für die Altäre sind schon aufgestellt. Wenn die Witterung wieder durchgehend wärmer wird, „wird wieder volle Pulle gearbeitet“, sagt Weingartner. Für die kompletten Arbeiten (Gnadenkapelle, Wallfahrtskirche, neue Orgel, neue Glocken) rechnet der Förderverein mit Kosten um die fünf Millionen Euro. Der Vorsitzende des Fördervereins ist selbst „mehrmals in der Woche“ auf dem Berg, um die Kirche und die Arbeiten dort zu begutachten. Zusätzlich ist Weingartner im Gemeinderat und in weiteren Hohenpeißenberger Vereinen engagiert. Und dann arbeitet er ja auch noch ganz regulär als geschäftsführender Gesellschafter der in Peißenberg ansässigen Firma „Industrie- und Tankanlagen Führer & Weingartner GmbH“.

Dass er für die Verdienstmedaille vorgeschlagen wurde – treibende Kräfte waren unter anderem Rathauschef Thomas Dorsch und der Peißenberger Marktarchivar Max Biller – „habe ich überhaupt nicht mitbekommen“, sagt Weingartner. Vor drei Jahren wurde die Ehrung bereits beantragt. Von diversen Ämtern und Behörden wurde der Vorschlag genauestens geprüft. Die Verdienstmedaille bekam Weingartner für „seine Kulturarbeit, seinen Einsatz im Bereich der Denkmalpflege sowie Heimat- und Brauchtumspflege“, wie es in der Laudatio heißt. Weingartner habe überdies „viel Geduld und Überzeugungsarbeit bei den Gesprächen mit den Bauämtern, dem Landesverband für Denkmalpflege und auch mit der Erzdiözese München-Freising“ geleistet. „Ich mache es gern“, sagt Weingartner zu seinem Engagement für den Förderverein und die Wallfahrtskirche. Und auch wenn ihn die besondere Auszeichnung freut, sagt er: „Deswegen macht man es nicht.“

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