Bär in Bayern gesichtet: Wildtierkamera knipst „scheues“ Tier 

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So geht es, das Holzrücken: Simmerl und Alois Deisenberger demonstrieren, was die Zuschauer beim Wettbewerb zu sehen bekommen werden.

Holzrücke-Wettbewerb mit 1 PS

Ein Holzrückewettbewerb soll am 28. September auf Gut Hub stattfinden. Der Penzberger Georgiverein „D‘Rosserer“ hofft auf viele Pferdebesitzer, die sich mit ihren Tieren beteiligen – mitmachen dürfen aber auch andere Vierbeiner.

Penzberg– Der Simmerl ist ein ganz Starker. Und ein ganz Braver. Ohne auch nur mit seinem braunen Ohr zu zucken, zieht er auf Zuruf seines Besitzers Alois Deisenberger an. Die Kette, die Simmerls Geschirr mit dem hinter ihm liegenden Baumstamm verbindet, spannt sich, und der rund 600-Kilo schwere Fichtenstamm schleift über den Waldboden. So geht es: Das traditionelle Holzrücken – eine Arbeitsweise, mit der zu früheren Zeiten gefällte Bäume aus dem Wald transportiert wurden und bei der kein schweres Gerät zum Einsatz kam, sondern Pferde – in diesem Fall Simmerl, das Kaltblut.

Bei einem Pressetermin in einem Penzberger Waldstück präsentierten Vertreter von Bauhof, Stadt und Georgiverein kürzlich das Holzrücken, um für den geplanten Wettbewerb zu werben. Dieser sei, so Bürgermeisterin Elke Zehetner,anlässlich des diesjährigen Stadtjubiläums sowie der 40-Jahr-Feier des Vereins „D‘Rosserer“ geplant. Die Idee dazu hatte der Verein.

Dieser hat Erfahrung mit derartigen Wettbewerben. Bereits vor 25 Jahren sei erstmals ein Holzrücken abgehalten worden, erklärte Vereinsvorsitzender Alois Deisenberger. Ein zweites Mal sei der Wettbewerb 2006 ausgetragen worden. Die beiden runden Geburtstage von Stadt und Verein seien nun eine gute Gelegenheit, die Veranstaltung erneut abzuhalten. Ausgerichtet werde sie vom Verein mit Unterstützung der Stadt. Aber wie muss man sich dieses Turnier vorstellen? Wie Deisenberger erläuterte, müssen die Teilnehmer mit ihren Tieren einen Parcours überwinden. Die Hindernisse darin erinnerten an die realen Hindernisse, die es auch bei der wirklichen Forst-arbeit mit Pferd zu überwinden gilt: etwa Gestrüpp, Tore oder stehende Bäume. Um diese Hindernisse müsse das Zugtier herumgeleitet werden, wobei es einen liegenden Baum hinter sich herzieht. Auch die Zeit werde gewertet. Laut Deisenberger haben sich bereits rund 20 Teilnehmer aus der Region angemeldet. Auch aus Österreich seien erste Voranfragen eingegangen.

Mitmachen können laut Deisenberger nahezu alle Pferderassen – das Gewicht des zu ziehenden Baumstamms werde auf die Größe der Tiere angepasst. Aber nicht nur Pferde dürfen am Wettkampf teilnehmen. Wie Deisenberger sagte, hat sich schon jemand mit seinem Muli angemeldet. Auch Ochsen seien denkbar. Es müssten halt „Zugtiere“ sein, so Deisenberger.

Zehetner glaubt, dass der Holzrückewettbewerb viele Zuschauer begeistern wird. Immerhin bekomme man sowas heutzutage nicht alle Tage zu sehen. Und wie die Tiere sich allein mit Zurufen haargenau dirigieren lassen, sei schon beeindruckend.

Im Penzberger Stadtgebiet indes könnte man in Zukunft öfter auf Simmerl und seine Partnerin Helena treffen, wenn sie gefällte Stämme aus dem Wald zum Verarbeitungsplatz ziehen. Wie Bauhofleiter Christian Eberl sagte, würden die Tiere von Bauhofmitarbeiter Deisenberger seit heuer immer wieder in der Waldarbeit eingesetzt – soweit es möglich sei. Denn die Hufe der Pferde richteten im Wald weit weniger Schaden an als schwere Maschinen wie ein Harvester. „Das soll auf alle Fälle weiter laufen“, so Eberl.

Franziska Seliger

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