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Die reguläre Abschlussklasse 9 mit Rektor Thomas Tröppner (rechts) und Lehrer Jonas Thews (links). 

Abschluss der neunten Klassen

Huglfing: Wenn das Zeugnis per Seilbahn kommt

Bei der Abschlussfeier der neunten Klassen in Huglfing gab es Überraschungen. Bei der Zeugnisverteilung kam eine Seilbahn zum Einsatz.  

Huglfing – „An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit“, ertönte das Lied von den „Toten Hosen“. Locker und ungezwungen haben zwei 9. Klassen der Grund- und Mittelschule in Huglfing am Donnerstag ihren Abschluss gefeiert. 13 Schüler der Praxisklasse erhielten ihre Zeugnisse, ebenso wie 23 der Regelklasse.

Die Praxisklasse mit Rektor Tröppner, Konrektor Werner Baumgartner (2.v.r) und Sozialpädagogin Gisela Bruchner (links sitzend).

Seit zehn Jahren gibt es die im Landkreis einmalige Praxisklasse, wie Klassenlehrer Werner Baumgartner erklärte. Bei ihr wird der Schwerpunkt weniger auf theoretische Fächer, sondern mehr auf praktisches Lernen gelegt. Baumgartner feierte den Abschluss mit seiner kleinen Klasse separat in der Eingangshalle der Schule. Sonst habe man immer gemeinsam gefeiert, aber Corona habe so vieles durcheinandergewirbelt, so der Lehrer.

Die Zeugnisübergabe an die Schüler der Regelklasse fand gleichzeitig in der Turnhalle statt. Bürgermeister Markus Huber und Rektor Thomas Tröppner hatten also viel zu tun, denn sie mussten ihre Begrüßungsreden gleich zweimal halten.

Bürgermeister Markus Huber hatte die Geschenke vergessen

Huber zeichnete drei Schüler aus: Thomas Sedlmair und Bernhard Lidl für die Bestnoten 2,0 und 2,2 sowie Emma Jakobi, die sich als Schülersprecherin sehr engagiert hatte, mit dem Sozialpreis. „Ihr bekommt morgen Besuch vom Rektor“, sagte Huber – er hatte die Geschenke für die ausgezeichneten Schüler vergessen.

Elternvertreterin Susanne Flossmann lobte den sehr guten Ruf der Schule und bedankte sich im Namen der Eltern beim engagierten Lehrerteam. Rektor Tröppner erinnerte die Schüler daran, dass immer Menschen an ihrer Seite waren und sie begleitet haben. Manche Hindernisse seien aus dem Weg geräumt worden.

Klassenlehrer Jonas Thews hatte einige Überraschungen vorbereitet. Zunächst spielte er die aufgezeichnete Rede der ursprünglichen Klassenlehrerin Hanna Juds vor, die sich in Elternzeit befindet. Auch eine Auswahl von Glückwünschen verschiedener Lehrer, stellvertretend für das ganze Team, wurde vorgespielt, da nicht das ganze Kollegium persönlich anwesend war. Dann ließ Thews noch einmal das Schuljahr Revue passieren. „Es war ein besonderes Jahr mit erwarteten und unerwarteten Situationen“, sagte er. Trotzdem hätten alle den Abschluss geschafft, und mit dem hohen Anteil des „Qualifizierten Abschlusses“ von 84 Prozent liege man weit über dem Durchschnitt. Da ein Gratulieren per Hand nicht möglich ist, hatte Thews eine Art Seilbahn gebastelt, an der das Zeugnis dann in die Hände des jeweiligen Schülers herunterrutschte – eine Riesengaudi für alle.  Regina Wahl-Geiger

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