So sieht die Planung für das Neubaugebiet in Huglfing aus. Im Norden (oben) – angrenzend an ein Biotop – liegen große Wohnhäuser und Reihenhäuser.
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So sieht die Planung für das Neubaugebiet in Huglfing aus. Im Norden (oben) – angrenzend an ein Biotop – liegen große Wohnhäuser und Reihenhäuser.

Über 30 Häuser vorgesehen

Alter Sportplatz in Huglfing wird zum Wohngebiet: Erste Planungen vorgestellt

Nach der Verlagerung der Sportflächen am „Alten Sportplatz“ kann in Huglfing ein neues Wohngebiet realisiert werden. Die Einnahmen aus den Grundstücksverkäufen kann die Gemeinde gut gebrauchen.

Huglfing – Knapp 30 zweigeschossige Häuser und zwei dreistöckige Geschosswohnungsbauten sieht der Entwurf vor, der auf dem Planungskonzept des Münchner Architekturbüros Zwingel Dilg basiert, das den Wettbewerb gewonnen hatte. Das neue Quartier, so wurde dem Gemeinderat in der August-Sitzung erläutert, besteht aus drei Teilbereichen, die sich um eine gemeinsame Grünzone gruppieren. Eine Reihe von fünf zweigeschossigen Einfamilienhäusern im Westen wird die benachbarte Wohnstruktur in das neue Quartier übertragen. Zum geplanten Mischgebiet im Osten hin werden größtenteils kompaktere Wohnformen wie Ketten- und Doppelhäuser angeordnet. Entlang der Grenze zum Biotop im Norden liegen die zwei großen Wohnhäuser und eine Zeile mit Reihenhäusern.

An der Nahtstelle der drei Bereiche wird ein gemeinschaftlicher, lärmgeschützter öffentlicher Grünbereich angelegt. Dieses zentrale Grün, auf dem auch ein Spielplatz für Klein- und Schulkinder sein wird, ist über die Straßen und von den Rückseiten der Grundstücke aus zugänglich. Gezielte Groß- und Mittelbaumpflanzungen in der öffentlichen Grünfläche geben das im Norden angrenzende landschaftliche Bild mit Gehölz und Biotop wieder.

Neues Wohngebiet in Huglfing: Überlegungen zum Lärmschutz

Um den Lärmschutz für den Teil entlang der B 472 einzuhalten, wäre das Ideale die Errichtung einer durchgehenden Lärmschutzwand entlang der Bundesstraße oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer. Dies ist jedoch aus wirtschaftlichen beziehungsweise rechtlichen Gründen nicht möglich. Im Bebauungsplan sind deshalb im Wohngebiet selber Maßnahmen festgesetzt, die sicherstellen, „dass bei einem Großteil der Gebäude der Orientierungswert für den Lärmschutz im Städtebau eingehalten werden kann“, wie es im Plan heißt.

Baugebiet „Alter Sportplatz“ ist im November nochmal Thema im Gemeinderat Huglfing

Der Entwurf des Bebauungsplans wurde von den Gemeinderäten ohne Diskussion einstimmig durchgewunken. Allerdings wird das Bauprojekt Mitte November noch einmal Thema sein. Dann nämlich soll die im August vergangenen Jahres von Bürgermeister Markus Huber angeregte – und wegen Corona bisher nicht durchgeführte – zweitägige Klausurtagung zur Zukunft Huglfings stattfinden. „Dabei will der Gemeinderat mit fachlicher Unterstützung erarbeiten, wohin sich und wie sich Huglfing in den nächsten zehn Jahren entwickeln will oder soll“, sagt Huber.

In diesem Rahmen soll auch die Vorgehensweise beim Baugebiet „Alter Sportplatz“ besprochen werden. Etwa die Fragen: Wann beginnt der Verkauf und die Ausweisung von Bauplätzen? Soll es mehrere Bauabschnitte geben? Sollen die Grundstücke nur an Einheimische abgegeben werden? Rathauschef Huber übrigens rechnet damit, dass vor 2023 die Baugrundstücke nicht vergeben und verkauft werden. Die Einnahmen aus den Verkäufen wird die Gemeinde verwenden, um die Erweiterung des neuen Sportgeländes und der dort angesiedelten Stockschützenhalle zu finanzieren. Für beides findet Ende August der Spatenstich statt.

VON RALF SCHARNITZKY

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