Kegelbahn mit Berglandschaft: Künstler Sascha Martin (l.) und Spartenchef Ronald Rammelt sind zufrieden. Ruder

Anlage der Huglfinger Kegler renoviert

Alle Neune vor 30 Quadratmetern Gebirge

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Die Huglfinger Kegler haben in viel Eigenleistung ihre Anlage renoviert. Schmuckstück ist ein fast 30 Quadratmeter großes Airbrushbild. So etwas gibt es im Landkreis nirgendwo, heißt es stolz von der SC-Sparte.

Huglfing– Die Sportkegler von Gut Holz Huglfing blicken auf fast 60 Jahre Geschichte zurück. Acht Begeisterte hatten 1962 die SC-Sparte aus der Taufe gehoben. Wurde anfangs noch auf zwei Bahnen im örtlichen Gasthof Waldherr gekegelt, zog die Abteilung 1989 in ihr neues Domizil im Sportpark am Tautinger Weg. Viele Kugeln rollten seitdem über die vier Bahnen. Doch der Zahn der Zeit nagte immer mehr an der Einrichtung. Die Sparte musste handeln – was die Mitglieder nun auch mit viel Einsatz taten.

Es wurde eine grundlegende Sanierung, die zum größten Teil in Eigenregie erfolgte. „Zehn bis 15 Leute waren involviert“, bilanziert Abteilungsleiter Ronald Rammelt. Alles Vereinsangehörige, alles Ehrenamtliche. Die Aktiven hatten gut zu tun. Rammelt: „Es war viel Arbeit.“ Die Wärmedämmung wurde erneuert, die dunke Holzverkleidung in eine helle, moderne Wand verwandelt. Die abgegriffenen Kugelkästen wurden mit Linoleum verkleidet und rot gestrichen. Und dem Raum wurde „ein Highlight“ verpasst, wie es der Spartenchef stolz nennt.

Die Anzeigenrückwand ziert nämlich jetzt ein besonderes Kunstwerk: ein fast 30 Quadratmeter großes Airbrushbild. Gestaltet vom Weilheimer Künstler Sascha Martin. Dieser war damit etwa 14 Tage beschäftigt. Auf den eigens angebrachten, grundierten Platten entstand eine Berglandschaft. „Ein wahres Meisterwerk“, lobt Abteilungsleiter Rammelt.

Der Spartenchef war in den sozialen Netzwerken auf den Weilheimer Airbrushdesigner gestoßen. Martin schaute sich im Mai die Örtlichkeit an und sagte zu. Im August startete er mit seiner Arbeit. Kegel-Vorsitzender Rammelt hatte zuvor das Motiv am Computer aus zehn Einzelbildern erstellt. Auf die Gebirgsansicht hatten sich die Mitglieder zuvor verständigt. „Das war die schwierigste Entscheidung,“ erinnert sich der Spartenchef. Mit einem Beamer wurde die Vorlage an die Wand geworfen, der Künstler zeichnete die Umrisse ab und fing an zu malen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Was auch Spartenchef Rammelt oft von Besuchern zu hören bekommt: „Die Reaktionen sind durchweg positiv.“ In Huglfing ist man stolz auf ein neues Aushängeschild für den Verein und die Gemeinde. Rammelt blickt dabei voller Stolz über die Ortsgrenzen hinweg: „Wir sind die einzigen im Landkreis, die so was haben.“

Bei der Sparte – 55 Mitglieder, 30 Aktive, vier Mannschaften, ein Jugendteam – ist man froh, dass man die Anlage renoviert hat. Die Kegler hoffen, damit auch Interessenten anzulocken. Vor allem aber im Hinblick darauf, dass im kommenden Jahr im Dorf ein großes Doppeljubiläum ansteht: Der SC feiert sein 100-Jähriges und die EC Stockschützen das 60-jährige Bestehen – läuft alles nach Plan, ist dann auch die Erweiterung der Sportstätten am Tautinger Weg abgeschlossen. 

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