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Blutspendetermin in der Huglfinger Turnhalle.

Bayerisches Rotes Kreuz

500 Gramm, die wichtig sind - Blutspenden in Coronazeiten

Blutspenden sind weiter wichtig. Auch in Corona-Zeiten hält sich das BRK dafür bereit. Zu Besuch bei einem Termin in Huglfing.

Huglfing – Schon vor der Huglfinger Turnhalle wartete beim Blutspendetermin der erste Test für die freiwilligen Spender. Auf einem Schild waren unter dem Wort „Stop“ drei Fragen zu lesen: „Fühlen Sie sich krank?“, „Haben Sie sich die letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten?“ und „Haben oder hatten Sie Kontakt zu Personen, welche in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet waren?“ Wer eine dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet, wurde von den Organisatoren gebeten, nicht zukommen.

Blutspende weiter wichtig

Blutspenden ist weiter wichtig – darauf weist der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) hin. Allerdings erfordere die aktuelle Entwicklung rund um das Coronavirus „eine erhöhte Sensibilität im zwischenmenschlichen Umgang“, heißt es. So gibt es jetzt keine offenen Getränke und keine offene Verpflegung für die Teilnehmer mehr. Stattdessen werden Getränke in Flaschen und verpackte Müsli-Riegel verteilt. Und die sonst üblichen Geschenke gibt es nur noch in Form von Gutscheinen. Außerdem werden die Besucher gebeten, sich am Eingang die Hände zu desinfizieren und Abstand von anderen zu halten.

52 Teilnehmer

Trotz der Einschränkungen lief das Blutspenden an diesem Tag in Huglfing normal ab. 52 Personen waren gekommen, um je 500 Gramm Blut zu spenden. Unter ihnen ein Mann aus Oberhausen, der seinen Namen nicht nennen möchte. Er habe schon 19-mal Blut gespendet und mache dies „aus Solidarität“ und „weil es jedem mal zugutekommen kann“. Eine junge Frau, auch sie will anonym bleiben, holt auf die Frage, wie oft sie schon Blut gespendet hat, ihren Spenderausweis aus der Brieftasche und stellt fest: „Heute ist es zum 37. Mal.“ Die Frau spendet, seit sie 18 Jahre alt geworden ist, regelmäßig Blut. „Einfach aus Solidarität“ mit denen, die es gerade bräuchten.

Körpertemperatur wird gemessen

Christian Kohl, der Leiter der Kommunikationsabteilung des BRK-Blutspendedienstes, ruft die Bürger auf, weiterhin Blut zu spenden. Jeden Tag würden 2000 Spenden benötigt – und es gebe für gesunde Personen keinen Grund, nicht Blut zu spenden. Die zusätzliche Messung der Körpertemperatur bei der Registrierung wurde zur Sicherheit eingeführt, um mögliche Risiken für die Blutspender auszuschließen. Blut spenden kann laut BRK jeder gesunde Mensch vom 18. bis zum 72. Lebensjahr. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Die Spender müssen in jedem Fall einen amtlichen Lichtbildausweis mitbringen. Wer schon einen Blutspendeausweis hat, sollte auch diesen vorlegen.

Alfred Schubert

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