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Werbung für Solarenergie: (von links) Huglfings Bürgermeister Bernhard Kamhuber, Michael Vogel und Andreas Scharli trafen sich anlässlich der „Woche der Sonne“ in der Auwiese, um die innovative Gewerbe-Immobilie vorzustellen. 

Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“

Neues Sonnenzeitalter beim Solarstrom

Für Solarstrom gibt es weniger Geld.  Allerdings sind Photovoltaik-Elemente billiger geworden, was die  Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“ als Chance sieht.

Huglfing Solarstrom war einmal sehr teuer – und seine Erzeugung lohnte sich nur, weil man ihn sehr teuer verkaufen konnte. Inzwischen hat sich die Situation grundlegend geändert. Man bekommt zwar weniger Geld für den selbst erzeugten Strom, aber die Photovoltaik-Elemente sind viel günstiger geworden und damit kostet auch die Erzeugung weniger. „Und gerade das macht den Solarstrom noch attraktiver“, so Andreas Scharli von der Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“ anlässlich der „Woche der Sonne“, in der seit 2007 im Juni über die Nutzung der Sonnenenergie informiert wird.

Zur Zukunft der PV-Anlagen meint Scharli: „Am sinnvollsten ist es, man verbraucht seinen Solarstrom selbst.“ Wie das geht, stellte der Huglfinger Unternehmer Michael Vogel vor. Er hat auf seine neue Gewerbehalle in der Auwiese eine PV-Anlage montieren lassen. Die Solarmodule, die eine Fläche von 400 Quadratmetern bedecken, haben eine Spitzenleistung von 50 Kilowatt.

Für den Standort Huglfing bedeutet dies, dass sie jährlich rund 50 000 Kilowattstunden elektrische Energie liefern. Vogel sieht sich als Unternehmer und Realist, der rechnet, ob sich eine Investition lohnt. Und bei der Solaranlage sei dies der Fall. Sie liefert tagsüber Strom, also genau dann, wenn in der Halle und in den Büros gearbeitet wird. Maschinen, Bürogeräte und die Kühlung im Serverraum verbrauchen so einen erheblichen Teil des Stroms gleich vor Ort. Selbst die Heizung ist elektrisch. Ein Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und bringt sie auf das Temperaturniveau, das die Fußbodenheizung braucht.

„In acht Jahren“, so rechnet Vogel überschlägig, „wird sich die Solaranlage amortisiert haben.“ Dann ist aber noch lange nicht Schluss. Die Investition von 66 000 Euro werde sich dann erst recht lohnen, denn die Haltbarkeit von Solarmodulen ist um ein Vielfaches länger als der Amortisations-Zeitraum. Einen Tipp hat Vogel für alle parat, die das Geld für die erhebliche Investition in eine Photovoltaik-Anlage nicht flüssig haben: „Reden Sie einfach mal mit Ihrer Bank!“ Er habe es auch so gemacht. Scharli ist sich sicher, dass PV-Anlagen auf dem Dach Zukunft haben, sowohl im gewerblichen wie im privaten Bereich, da selbst erzeugter Strom günstiger ist als gekaufter. Hinzu kommt, dass man den Strom, den man gerade nicht braucht, auch zum Laden von Elektroautos verwenden und sich damit von Strom- und Benzinkosten unabhängig machen kann.

st

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