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„Hoch lebe Huglfing!“

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Vor dem Pfarrstadel  und dem Pfarrhaus (Mitte) in Huglfing  Juryrundgang mit  Begrüßung
Vor dem Pfarrstadel (r.) und dem Pfarrhaus in Huglfing fand beim Juryrundgang die Begrüßung statt. Bürgermeister Markus Huber (r.) sagte am Tag darauf über den Besuch: „Es war ein toller Tag und eine tolle Stimmung, wir haben uns gut präsentiert.“ © Gronau

Am Ende waren sie begeistert: „Machen Sie weiter so!“, gaben Vertreter der 13-köpfigen Jury den Bürgern von Huglfing mit auf den Weg. Sie hatten sich gut zweieinhalb Stunden im Ort umgesehen, um zu entscheiden, ob die Gemeinde den Bezirk Oberbayern beim Landesentscheid im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vertreten darf. Und sie darf – als Goldmedaillengewinner.

Huglfing – Huglfing hat viele Seiten, in der Broschüre für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sind es genau 36 – plus ein Blatt mit einer Luftaufnahme, einem Ortsplan und einem Wegweiser für den Ortsrundgang. Dieser Ortsrundgang ist wichtig, denn bei ihm überzeugten sich die Jurymitglieder davon, ob das, was in der Broschüre wortreich und bildhaft dargestellt ist, auch dem persönlichen Eindruck standhält. Die Huglfinger hatten viel versprochen und große Erwartungen geweckt. Und so war aus den Kreisen der Jury bei der kleinen Vorstellungsrunde am Kirchplatz zwischen renoviertem Pfarrstadl und gerade im Umbau befindlichen Rathaus aus Jurykreisen auch zu hören: Man sei gespannt auf das, was kommt.

Die 13-köpfige Jury, in der Fachleute aus den Bereichen Architektur, Landespflege, Heimatpflege, Landwirtschaft, Städtebau, Gartenbau und ländliche Entwicklung sowie Bürgermeister vertreten sind, war mit dem Bus angereist. Sie wurde von Vizelandrat Wolfgang Taffertshofer und Bürgermeister Markus Huber begrüßt. Taffertshofer bezeichnete Huglfing als ein Dorf, das alles biete, was man zum Leben brauche: „Huglfing hat alles – und manchmal noch ein bisschen mehr.“ Huber machte deutlich, dass die Gemeinde den Bezirk gerne im Landesentscheid vertreten würde, aber „egal wie es ausgeht, der Wettbewerb ist für unser Dorf ein großer Gewinn“.

Denn Ziel des bundesweiten Wettbewerbs, der vor 60 Jahren als Blumenschmuckwettbewerb gegründet wurde und alle drei Jahre stattfindet, ist es, das Bewusstsein für die Werte im eigenen Dorf zu schärfen und Chancen für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Lebensqualität zu eröffnen. Huber: „Es gibt wohl keine Aktion, die unsere lebendige Dorfgemeinschaft so bewegt wie dieser Wettbewerb. Und man kann mit Stolz sagen: Alle Bürger haben den Wettbewerb angenommen.“ Werte wie Zusammenhalt und Gemeinschaft würden vertieft und das Miteinander gestärkt.

Huber: „Ich bin überwältigt“

Bei einer Rundfahrt zum Friedhof und zum – der Gemeinde gehörenden – Bahnhof sowie beim anschließenden Rundgang durch das Dorf mit Stationen unter anderem im Pfarrstadl, am Feuerwehrhaus, am Kindergarten und am Gemeindehaus konnte sich die Jury von der Gemeinschaft und dem Zusammenhalt der Bürger selbst überzeugen: An einem Ort stellten sich die Vereine vor, am Bahnhof und am Kindergarten „Huglhupf“ übergaben Schulkinder sowie Vorschulkinder selbstgemalte Bilder von Huglfing, und an manchen Stationen wie beim Obst- und Gartenbauverein Huglfing-Oberhausen und an der Dorfkirche standen Mitglieder bzw. der Kirchenpfleger Rede und Antwort.

Die Jurymitglieder schauten beim Rundgang genau hin, fragten bei mitgehenden Vereinsvertretern, Gemeinderäten und den drei Bürgermeistern nach – bei Amtschef Huber, seinem Stellvertreter Harald Bauer und Altbürgermeister Bernhard Kamhuber. Bei einem kleinen Imbiss im Grünen bedankte sich die Jury zum Abschluss für die „erstklassige Führung und Begleitung“ und es gab in einem ersten Resümee viel Lob: Da wurde von „unglaublich positiven Eindrücken“ gesprochen, „nichts bleibe dem Zufall überlassen“ hieß es, die „tollen Freiflächen, die auch genutzt werden“ wurden gelobt und dass die „Grünstruktur der Landschaft in den Ort übernommen wird“, wurde hervorgehoben. Ein Jurymitglied brachte es auf den Punkt: „Huglfing ist ein natürliches, bodenständiges, aber modernes Dorf.“ Wie sangen die Vorschulkinder: „Drum stimme ein und sing: Hoch lebe Huglfing! Weil in den schönen Ort verliebt ich bin.“

Am Freitagmittag kam dann die gute Nachricht für Huglfing: Das Dorf hat beim Wettbewerb – wie auch Schönberg (Gemeinde Rottenbuch) – eine Goldmedaille gewonnen. Bürgermeister Huber kommentierte die Auszeichnung folgendermaßen: „Ich bin überwältigt. Es ist eine Ehre, Huglfing im Landesentscheid präsentieren zu dürfen. Aber wir haben in den Jahren zuvor auch viel dafür getan.“

Ralf Scharnitzky

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