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Carsharing - Symbolbild 

Vor allem Bürgermeister Kamhuber spricht sich dafür aus

Huglfing will bei CarSharing einsteigen

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Die Gemeinde Huglfing kann sich grundsätzlich ein finanzielles Engagement bei CarSharing Pfaffenwinkel vorstellen. Im Gemeinderat stieß das Auto-Leih-Projekt auf Wohlwollen. Dass eine Kommune für den Verein ÖkoMobil Geld springen lässt, wäre neu im Landkreis.

Huglfing – Im Jahr 2000 begann in Weilheim eine neue Zeitrechnung, was die Mobilität im Landkreis betraf: Drei Familien hoben mit einem grünen VW Passat den Verein ÖkoMobil Pfaffenwinkel aus der Taufe. Das gemeinsame Nutzen eines Autos war geboren. 

Das Projekt wuchs ständig. Aktuell zählt CarSharing Pfaffenwinkel mehr als 300 Nutzer und 22 Fahrzeuge in immerhin acht Gemeinden im Oberland. Fahrzeuge stehen in Weilheim, Penzberg, Peißenberg, Peiting, Schongau, Bernried, Murnau und Benediktbeuern. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass bald Huglfing dazukommt. Zumindest hat der Gemeinderat nichts dagegen, dass sich die Kommune finanziell engagiert.

Martin Heinz ist Geschäftsführerdes Carsharings.

Denn der Verein benötigt bei einem neuen Standort auf jeden Fall Unterstützung, wie Geschäftsführer Martin Heinz in der jüngsten Sitzung deutlich machte. „Es braucht eine gewisse Anlaufzeit, bis es funktioniert“, sagte er. Für die ersten zwei Jahre rechnet der Verein grundsätzlich mit einem Minus. 

Huglfing: Gemeinde erwägt, das Defizit für zwei Jahre zu übernehmen

Der Verein kann dieses finanzielle Risiko jedoch laut Geschäftsführer nicht mehr stemmen und braucht Partner. In der Regel stellen Kommunen Stellplätze zur Verfügung wie in Peißenberg oder es läuft wie in Penzberg und Peiting über die Wohnanlage der Maro-Genossenschaft. „Ansonsten haben wir keine Unterstützung von Gemeinden“, erklärte Heinz. Andernorts müsse der Verein gar Stellplatzgebühren entrichten.

Im Fall Huglfing könnte es erstmals im Landkreis eine kommunale Finanzspritze geben: Die Gemeinde erwägt, für zwei Jahre das Defizit zu übernehmen. Die konkrete Summe muss jedoch noch vereinbart werden. Dies beschloss der Gemeinderat einstimmig. „Das wäre was Neues“, hofft Carsharing-Chef Heinz auf einen Nachahmungseffekt.

Für das CarSharing spricht sich vor allem Bürgermeister Bernhard Kamhuber (SPD/Unabhängige) aus. Er hat die Besitzer von Zweitwagen als potenzielle Nutzer im Blick. Hauptsächlich in Familien, wie es Kamhuber formulierte: „Die können dann dieses Angebot nutzen.“ 

Autodichte in Huglfing stößt Kamhuber schon länger auf

Die Autodichte im Ort stößt dem Dorfoberhaupt schon länger auf. Kamhuber hatte von mehr als 1700 angemeldeten Personenkraftwagen bei 2800 Einwohnern gesprochen. Es sei zu überlegen, wie man diese Flut eindämmen kann. Allerdings räumte der Rathauschef ein, dass dem Auto-Teilen regionale Grenzen gesetzt sind: „Wir sind eine ländliche Gemeinde, wo die Leute auf ein Auto angewiesen sind.“

Doch so ohne Weiteres will der Bürgermeister den Carsharing-Anbietern keine finanziellen Versprechungen machen. „Irgendwo müssen wird deckeln, mahnte Kamhuber im Hinblick auf die Defizitübernahme an. Im Klartext: Irgendwann muss sich das Projekt selber tragen. 

Es gibt bereits erstes Interesse am CarSharing

Für die Startphase brauche es jedoch finanzielle Sicherheiten für die Nutzer, mahnte Thomas Buchner (CSU/Bürgervereinigung) an – sonst gebe keiner seinen Zweitwagen zugunsten der Leih-Alternative her. Und Harald Bauer (CSU/Bürgervereinigung) möchte zuerst eine Infoveranstaltung abhalten: „Wir müssen erst mal den Bedarf abfragen.“ 

Auch darauf verständigte sich am Ende der Gemeinderat. Die Befragung soll voraussichtlich im Herbst über die Bühne gehen. Erstes Interesse am Auto-Teilen gibt es bereits: Der Verein hatte im vergangenen Jahr zu einem gut besuchten Abend nach Huglfing eingeladen.

Unklar ist auch der mögliche Standort für das Leih-Fahrzeug. Gegen den Huglfinger Bahnhof spricht die doch weite Entfernung zum Dorf. Kommt das CarSharing, läuft es wohl auf einen Stellplatz am Rathaus hinaus.

Infos

zum Verein ÖkoMobil auf https://www.carsharing-pfaffenwinkel.de/


Mehr zum Thema: In Peißenberg steht das CarSharing vor dem Aus

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