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„Ein gewisser Wert“: Huglfings Rathauschef Bernhard Kamhuber ist froh, dass die Kommune den Bahnhof herrichtet.

Aufwertung geht weiter

Schönheitskur für Huglfinger Bahnhof: „Visitenkarte“ für die Gemeinde

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Seit zwölf Jahren ist die Gemeinde Huglfing stolzer Besitzer des Bahnhofs. Sie hat schon viel Geld in den Unterhalt gesteckt. Jetzt steht das teuerste Projekt an.

Huglfing – Er ist ein markantes Gebäude: der Huglfinger Bahnhof von 1879, im Jahr 2006 von der Kommune von der Bahn erworben und seit zwei Jahren unter Denkmalschutz. Der Gemeinde gehören mittlerweile rund 11 200 Quadratmeter Fläche rund um das Bahnhofsumfeld an der Grenze zum Nachbarn Oberhausen. Huglfing hat seit dem Kauf eine Menge Geld in seine Immobilie gesteckt, wie Bürgermeister Bernhard Kamhuber (SPD/Unabhängige) in der jüngsten Gemeinderatssitzung aufrechnete.

Auf den Tisch gelegt wurden damals 108 000 Euro für drei Gebäude und das dazugehörige Areal. Dazu kamen weitere 40 000 Euro für die angrenzenden Gärten, die separat erworben wurden. Bisher investierte die Gemeinde 273 000 Euro, allein 186 000 Euro seien bisher für das Empfangsgebäude an sich ausgegeben worden, so Kamhuber. Ebenfalls auf seiner Liste stehen die 62 000 Euro für die öffentliche Toilette, allerdings schoss die Regierung von Oberbayern die Hälfte dazu. Aus dem Reisezentrum wurde ein Kultur-Treffpunkt: 2011 eröffneten das Café „Hey Schaffner“ und ein Ausstellungsraum im alten Stellwerk.

Im Frühjahr beginnen umfangreiche Arbeiten

Jetzt stehen umfangreiche weitere Arbeiten an. Die Gemeinde will die Außensanierung erledigen. Fassade und Dach gehören hergerichtet. Der Rathauschef will damit möglichst im Frühjahr 2019 starten, wie Kamhuber auf Nachfrage sagt. Eine erste Kostenschätzung liegt auch schon vor. Hausnummer: fast 410 000 Euro. Der Denkmalschutz habe die Sanierungspläne bereits abgesegnet, verkündete Kamhuber in der Sitzung zufrieden. Doch bevor die Gemeinde die Ausschreibung an die Firmen herausschicken kann, braucht es die offizielle Genehmigung für den vorzeitigen Baubeginn – dieser formale Akt ist nötig, um mögliche Fördermittel nicht zu gefährden. 

Die Zuwendungsanträge sind bereits gestellt, die Förderbescheide hat Kamhuber aber noch nicht. Er rechnet mit 60 000 Euro an freistaatlicher Unterstützung. „Die Zuschüsse halten sich in Grenzen“, machte das Dorfoberhaupt im Rat vorsorglich klar. Weil die Gemeinde mit dem Sanierungsobjekt Einnahmen durch die Gastronomie und Vermietung der zwei Wohnungen hat, sprudeln die staatlichen Finanzquellen nicht so üppig wie sonst bei solchen Bauvorhaben üblich. Immerhin haben die Huglfinger vorgesorgt: 300 000 Euro standen bereits heuer im Haushalt bereit, für 2019 soll weiteres Geld in den Finanzplan eingestellt werden.

Keine Widersprüche in der Gemeinde

Inklusive der Sanierung der zweiten Wohnung hätte die Gemeinde dann rund 700 000 Euro in ihren Bahnhof gesteckt. Im Gemeinderat regte sich angesichts der hohen Investition allerdings kein Widerspruch. „Das ist viel Geld“, räumte Kamhuber zwar ein, die Ausgaben würden sich jedoch lohnen. „Das Gebäude stellt einen gewissen Wert dar.“ Auch zweiter Bürgermeister Josef Schelle (CSU/Bürgervereinigung) unterstützte die letzte Stufe der Generalsanierung: „Der Bahnhof ist auch eine Visitenkarte.“ Kritik kam lediglich von Wolfgang Greza (SPD/Unabhängige): Er monierte den Schriftzug mit dem Ortsnamen, der am Bahnhof prangt. „Das ist ganz dünnes Plastik“, wünschte er sich eine Aufwertung.

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