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Bürgermeister Bernhard Kamhuber rechnet damit, dass der Innenausbau nur drei Monate dauern wird.

„Gemeinde Huglfing ist mit den Richtfesten immer spät dran“

Sechs Wohnungen für eine Million Euro in Huglfing

Die Gemeinde Huglfing hat Richtfest gefeiert. Zwei Häuser mit zusammen sechs Sozialwohnungen stehen im Rohbau, bezugsfertig sollen sie Ende des Jahres sein.

Huglfing – Eigentlich wird das Richtfest gefeiert, wenn der Dachstuhl aufgestellt ist, „aber die Gemeinde Huglfing ist mit den Richtfesten immer spät dran“, so Bürgermeister Bernhard Kamhuber in seiner Begrüßung der zwei Dutzend Gäste, die in die Deimenrieder Straße oberhalb des Trachtenheims gekommen waren. 

Auf den beiden neuen Wohnhäusern der Gemeinde sind nämlich bereits die Dächer vollständig eingedeckt. Auch die Fenster sind eingebaut und der Brettermantel ist größtenteils bereits montiert.

Damit kann jetzt – nach einem halben Jahr Bauzeit– unanhängig von der Witterung weitergebaut werden. Kamhuber ist daher optimistisch. Er rechnet damit, dass der Innenausbau in drei Monaten zu machen ist und die Häuser Ende des Jahres bezugsfertig sind.

„Solide Qualität, aber ohne Luxus“

„Solide Qualität, aber ohne Luxus“, so beschreibt Kamhuber Bausubstanz und Ausstattung. Die beiden Häuser, die auf einem rund 1000 Quadratmeter großen Grundstück der Gemeinde stehen, sind in Holzständer-Bauweise errichtet worden. 

Das größere Haus mit vier Wohnungen auf zwei Etagen erhält noch eine Außentreppe und einen Balkon, über die die oberen Wohnungen zugänglich sind. Unterkellert ist dieses Gebäude nicht, nur das kleinere Haus ist zur Hälfte unterkellert. 

In dem Keller befinden sich die Anschlüsse und die Heizung für beide Häuser. Geheizt wird mit einer elektrischen Wärmepumpe, die ihre Primärenergie aus der Luft bezieht. 

Beheizung der Wohnungen über Fußbodenheizungen

Die Spitzenlast übernimmt eine Zusatzheizung, die mit Gas arbeitet. Beheizt werden die Wohnungen über Fußbodenheizungen, die mit niedriger Vorlauftemperatur arbeiten, was bei Wärmepumpen eine Energieeinsparung bewirkt.

In den beiden Häusern sind sechs Wohnungen. Die Zweizimmerwohnungen haben eine Größe von 40 Quadratmetern, die Dreizimmerwohnungen sind 60 Quadratmeter groß. Die Gesamtkosten liegen laut Kamhuber bei rund einer Million Euro. 

Für das Projekt habe die Gemeinde auch eine Förderung aus dem bayerischen Wohnraumförderprogramm bekommen. Ziel der Gemeinde ist laut Kamhuber, im sozialen Wohnungsbau den Mietern günstige Miete bieten zu können. Die Wohnungen sind laut Kamhuber noch nicht vermietet, die Auswahl der Mieter soll aber bald erfolgen. 

Bei der Vergabe der Wohnungen soll ein Punktesystem angewendet werden, wie es beim Verkauf von Grundstücken im Einheimischenmodell angewendet wird. In diesem spielt in der Regel neben dem Bezug zum Ort und dem Einkommen auch das soziale Engagement der Bewerber eine Rolle.

VON ALFRED SCHUBERT

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