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Auf reges Interesse stieß der Bericht von Bürgermeister Bernhard Kamhuber (hinten) im Trachtenheim.

Rathauschef berichtet

Huglfing wächst weiter - das wurde in der Bürgerversammlung deutlich

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Bei der Huglfinger Bürgerversammlung zog der Rathauschef zufrieden Bilanz. Doch es gab auch kritische Stimmen.

Huglfing– Heuer sah es besser aus. Waren vor Jahresfrist bei der Huglfinger Bürgerversammlung die Reihen spärlich besetzt, blickte Rathauschef Bernhard Kamhuber in ein gut besuchtes Trachtenheim. Das Dorfoberhaupt legte knapp über eine Stunde lang Rechenschaft über 2018 ab – seine Bilanz fiel positiv aus.„Huglfing wächst kontinuierlich“, sagte Kamhuber. Dazu beigetragen hat das Wohngebiet „Sieglbrunn“. An der Ortsausfahrt in Richtung Eglfing stehen 27 Wohnhäuser – 105 Menschen wohnen dort, vor allem junge Familien. Das Dorf wächst aber auch um neue Einrichtungen. Angefangen beim Feuerwehrhaus, dass die Kommune ihren ehrenamtlichen Helfer an die Ringstraße stellte. Die Kostenplanung hatte bei rund 3,5 Millionen Euro gelegen. Die Schlussabrechnung steht jedoch aus, vorsorglich hält der Haushalt weitere 550 000 Euro bereit. Kamhuber: „Finanziell ist es für die Gemeinde ein Kraftakt.“ Allerdings ist das Geld gut angelegt, wie er betonte.„Wir können stolz darauf sein.“ Für die Aktiven gibt es heuer eine weitere Gabe der Gemeinde: einen neuen Mannschaftstransporter für 85 000 Euro.

„Leider nicht ganz billig“ war mit 500 000 Euro der Anbau an den Kindergarten. In der Krippe werden 37 Kinder betreut, drei Gruppen mit jeweils 25 Plätzen bietet der Kindergarten. Das Angebot wird gut genutzt, ist jedoch am Ende der Fahnenstange angelangt. Der Standort an der Ringstraße „ist ausgereizt“, machte Kamhuber deutlich. Wenn es weiteren Bedarf gibt, müsse man sich um einen alternativen Standort bemühen. Vor allem, weil die Parksituation an der Ringstraße „nicht zufriedenstellend“ sei. Überhaupt bedürfe der alte Kindergartenbau einer Sanierung.

Doch Huglfing ruht sich nicht auf dem Geschaffenen aus. Heuer stehen diverse Großprojekte an. Wie die Bahnhofsanierung, die Sportplatz-Erweiterung am Tautinger Weg und der soziale Wohnungsbau. Allein für die zwei gemeindlichen Mietwohnhäuser an der Grasleitener Straße werden eine Million Euro an Kosten angesetzt. Allerdings kann die Kommune mit 300 000 Euro an Förderung rechnen, gab Kamhuber als Neuigkeit bekannt. Applaus erntete er, als er noch eine gute Nachricht hatte: Die Gemeinde bleibt laut aktuellem Haushalt schuldenfrei.

2019 wird es ebenfalls noch die Tempomessungen geben. Huglfing war erst im Herbst dem Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum beigetreten und bucht seitdem Geschwindigkeitskontrollen. Anscheinend hat es eine positive, abschreckende Wirkung auf die Verkehrsteilnehmer: Laut Kamhuber gibt es kaum Strafzettel. „Es ist davon auszugehen, dass es nicht kostendeckend sein wird.“ Ende des Jahres wird Bilanz gezogen, wie es weitergeht. Für April kündigte der Bürgermeister gleich mal drei neue Messtermine an.

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Heftige Kritik an der Gemeinde übte ein Firmeninhaber beim Thema „Hochwasser“ im Gewerbegebiet „Auwiese“. Und ein älterer Bürger beklagte Defizite beim gesellschaftlichen Miteinander und eine zunehmende Rücksichtslosigkeit in Huglfing. „Der dörfliche Charakter ist nicht mehr vorhanden.“

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