Im Pfarrgarten wurde der Gottesdienst mit Pfarrer Thomas John Mukalayil gefeiert.
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Im Pfarrgarten wurde der Gottesdienst mit Pfarrer Thomas John Mukalayil gefeiert.

Fest in Huglfing

Tracht und Trikot als Zeichen der Einheit: Vereine feierten gemeinsam ihre Jubiläen

„Die Gemeinde ist stolz darauf, solche Vereine im Ort zu haben.“ Mit diesem Satz machte Bürgermeister Markus Huber deutlich, welche Bedeutung er dem SC Huglfing und dem GTEV D’Werdenfelser Huglfing beimisst. Die Vereine feierten am Sonntag – endlich – ihre Jubiläen.

Huglfing – „Hier entsteht Dorfgemeinschaft, es werden Werte vermittelt und Traditionen gepflegt,“ lobte Huber die beiden Jubilare vor zahlreichen Trachtlern, Sportlern und Gästen im Garten des Pfarrhauses. Eigentlich hätte es ein großes einwöchiges Fest im Sommer werden sollen: 100 Jahre Gebirgstrachtenerhaltungsverein D’Werdenfelser, und als 101-Jähriger hätte sich der Sport-Club 1920 Huglfing den Feierlichkeiten angeschlossen. Der SC musste die schon fest organisierten Festtage im vergangenen Jahr jedoch wegen der Pandemie absagen. Doch dem großen Fest stand auch in diesem Jahr noch Corona im Wege. Anfang Juni hatten sich die Verantwortlichen unter den Vorsitzendenden Josef Sepp und Bernhard Kößler auf einen Freiluft-Gottesdienst mit Totengedenken im September geeinigt.

Kleine, aber würdige Feier

Die kleine, aber würdige Feier am Sonntag begann mit der Schubert-Messe: Fahnenabordnungen der beiden Jubiläums- und befreundeter Vereine hatten sich an der Längsseite des historischen Pfarrstadels aufgestellt, am Hinterausgang des Pfarrhauses stand der Altar unter einer aus Pflanzen geflochtenen 100, daneben hatte sich die Musikkapelle Huglfing platziert. Pfarrer Thomas John Mukalayil sagte vor den auf Bierbänken sitzenden und im Garten stehenden Gottesdienstbesuchern, die beiden Vereine hätten „Menschen getragen und begleitet wie der Glaube“. Wie der Glaube seien Tracht und Trikot ein „Zeichen dafür, wo man dazu gehört“. Pater John wünschte für den „wertvollen Dienst“ Gottes Segen: „Möge Gott Sie gut und behütet bei der 125-Jahr-Feier ankommen lassen.“

Kleiner Festzug und „griabiger“ Frühschoppen

Nach der Bayern-Hymne gingen Trachtler, Sportler und Gäste zum zwischen Pfarr- und Rathaus stehenden Kriegerdenkmal. Dort legten GTEV-Vorsitzender Sepp und SC-Vorsitzender Kößler einen Kranz für die verstorbenen Mitglieder nieder, wobei sie besonders der jeweiligen Vereinsgründer gedachten.

Doch damit war die Feier, wie eigentlich gedacht, noch nicht zu Ende. Die derzeitigen Corona-Regeln erlaubten es, dass die Vereine in einem kleineren Festzug, angeführt vom Trommlerzug, durch die Dorfmitte zogen. Und auch der „griabige Frühschoppen“, so die beiden Vorsitzenden, konnte auf dem Platz vor dem Rathaus stattfinden.

Ralf Scharnitzky

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