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Aufgeschreckt: Im Hungerbach schwammen hunderte Plastikvögel, verfolgt von vielen Schaulustigen, während eine echte Ente Reißaus nahm.

Im Hungerbach

528 Plastikenten waren in Huglfing am Start

Ausnahmezustand herrschte am Sonntagnachmittag in Huglfing. Der Arbeitskreis Kultur und Geschichte veranstaltete zum achten Mal ein Entenrennen.

Huglfing Und bei schönstem Wetter säumten hunderte Zuschauer des kleinen Spektakels den Hungerbach in Huglfing. „So viele Enten hatten wir noch nie am Start“, sagte Veranstalterin Gabi Zeller gut gelaunt. Und unter dem dreifach gerufenen Schlachtruf „Ente gut – alles gut“, ließ man auf der Höhe der Autowerkstatt Gronau 528 Plastikenten zu Wasser. Trotz des durch die Trockenheit relativ niedrigen Wasserstandes des Hungerbachs nahmen die Enten unter Anfeuerungsrufen der vielen Zuschauer Fahrt auf, bis zum Ziel an der Kirche.

Für die Gewinner gab es eine ganze Reihe an Preisen, die die Veranstalter durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren anbieten konnten. Die Besitzerin der bestplatzierten Ente war Michaela Kohl aus Huglfing. Sie erhielt als Siegerin einen Rundflug, der vom Flugplatz Pfaffenhofen startet. Aber die Veranstalter ließen sich auch etwas Besonderes einfallen für weitere Enten. In Fünferschritten gestaffelt winkten Preise für die Teilnehmer. Und auch die Besitzer der letzten „lahmen Enten“ wurden bedacht – liebevoll als Tritschlerin, Trutschlerin und Trödlerin bezeichnet, gab es auch dafür eine Belohnung für die Reise auf dem Hungerbach. Und dann gab es noch die „Aufgehübschten“, solche Enten, die von ihren Besitzern in allerlei fantasievolle Geschöpfe verwandelt worden waren: Die Schaulustigen sahen eine Harry-Potter-Version ebenso wie viele mit allerlei Federn und Rüschen geschmückte Enten. Eine dieser Aufgehübschten verlor auf der Fahrt ihren Sombrero. Vier verzierte Plastiktiere wurden ausgezeichnet.

Der Erlös aus dem Huglfinger Entenrennen wird aufgeteilt: Die eine Hälfte ist für eine neue Sitzgruppe für die Kinderkrippe, die andere Hälfte wird für die Renovierung eines Eingangstores zum alten Friedhof. Von Regina Wahl-Geiger

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