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In der ehemaligen Kiesgrube (Hintergrund) hinter dem Sportplatz am Tautinger Weg sollen die Fußballplätze entstehen – es hätte sogar einen Arena-Charakter.

In Huglfing: Sportplatz-Pläne nehmen erste Hürde

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Die Erweiterung der Huglfinger Sportstätten am Tautinger Weg hat die erste Hürde geschafft: Die Behörden haben sich zum Bebauungsplan geäußert. Große Probleme gibt es nicht, heißt es.

Huglfing – Der Huglfinger Gemeinderat behandelte nun die Stellungnahmen nach der ersten öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans „Sportstätten Tautinger Weg“. Größere Bedenken seitens der Behörden gibt es nicht, teilte Bürgermeister Bernhard Kamhuber auf Nachfrage mit.

Wie berichtet, sollen in einer angrenzenden ehemaligen Kiesgrube zwei weitere Fußballfelder gebaut werden, eines mit Kunstrasen. Die ersten Pläne waren Anfang 2016 diskutiert worden, im April 2018 beschloss der Gemeinderat, die bestehenden Anlagen am alten Sportgelände an den Tautinger Weg zu verlegen – was das Fußballfeld und den Stockplatz des EC 1960 Huglfing betreffen würde. Im November entschied sich der Gemeinderat einstimmig, den notwendigen Bebauungsplan „Sportstätten Tautinger Weg“ aufzustellen. Grundlage sind die Planungen des Münchner Ingenieurbüros „SHP-Consult“, dessen Entwurf wurde damals abgesegnet. Noch liegt kein offizieller Kostenrahmen für das Bauvorhaben auf dem Tisch. Rathauschef Kamhuber geht von 1,5 bis 1,8 Millionen Euro aus. Aus Zuschussgründen müssen die beiden Sportvereine SC Huglfing und EC 1960 Huglfing als Bauträger auftreten, die Gemeinde übernimmt die Bauleitplanung. Allerdings kündigt Kamhuber bereits an, dass sich die Kommune finanziell beteiligen würde.

In der Bevölkerung jedenfalls scheint das Vorhaben am östlichen Ortsrand, abseits der Bebauung, nicht auf Widerspruch zu stoßen. Bei der Auslegung der Pläne gab es keine privaten Stellungnahmen, so Kamhuber. Lediglich die „Träger öffentlicher Belange“ hätten sich gemeldet. Davon sind jetzt noch „zwei Sachen zu klären“. Zum einen geht es um die wieder aufgefüllte Kiesgrube, die für die Fußballplätze genutzt werden soll: Der ehemalige Betreiber muss laut Bürgermeister „dem Wasserwirtschaftsamt bestimmte Unterlagen nachreichen“ – etwa Gutachten zu Boden- und Wasserproben. Dies laufe gerade, so Kamhuber. Zum zweiten müssten mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt noch natur- und artenschutzrechtliche Maßnahmen abgestimmt werden. In diesem Zusammenhang seien auch Ausgleichsmaßnahmen nötig. „Wir schauen, dass wir das möglichst gleich auf dem Gelände mit machen können.“

Kamhuber rechnet nicht damit, dass es mit dem Bebauungsplan noch Probleme geben wird. Das dort gebaut werde, „ist keine Sensation“. Immerhin sei das Areal bereits bei der dritten Änderung des Flächennutzungsplans im Jahr 2000 als Sportfläche eingezeichnet worden. Dass sich erst jetzt etwas tut, erklärt der Bürgermeister mit der vorherigen Nutzung: „Es habe so lange dauert, bis die Grube verfüllt worden sei.

Der Gemeinde brachte das Bebauungsplanverfahren einstimmig in die nächste Runde. Sind die Stellungnahmen eingearbeitet, werden die Pläne nochmals vier Wochen ausgelegt. Letztlich muss das Gremium die Satzung beschließen, damit das Werk rechtskräftig wird. Am Zeitplan hat sich nichts geändert: Die neuen Sportanlagen für Fußballer und Stockschützen sollen 2020 fertig sein – dann feiert der Sport-Club sein 100-Jähriges und der EC das 60-jährige Bestehen

Was mit dem alten Sportgelände an der Ecke Am Sportplatz/Waldstraße geschieht, ist unklar. Es gibt wohl eine Wohnbebauung.

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