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Zwei Gebäude für Sozialwohnungen. Details können sich laut Gemeinde aber noch ändern.

Gemeinderat

Neues Bauprojekt in Huglfing: Sozialwohnungen für eine Million Euro

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Die Gemeinde Huglfing schreitet mit ihrem sozialen Wohnungsbau voran. Dafür wird tief in die Kasse gegriffen.

Huglfing– Sozialer Wohnungsbau ist eines der drängenden Themen derzeit in Deutschland. Die Gemeinde Huglfing geht ihr eigenes, kleines Projekt weiter an: Für das Vorhaben an der Grasleitener Straße wurden im Gemeinderat weitere Aufträge vergeben.

Auf dem rund 2200 Quadratmeter großen Grundstück sind zwei Häuser in Holzbauweise geplant, dazu noch Nebengebäude. Das kleinere, eingeschossige Gebäude bekommt eine Teilunterkellerung, dort ist auch die Heizung untergebracht. Zwei Stockwerke hat das größere Haus, dessen oberste Etage wegen der Hanglage über eine Galerie samt Treppenaufgang erschlossen wird. Insgesamt entstehen so sechs Wohneinheiten. Die Planungen waren bereits 2016 gestartet, der Auftrag ging an das Oberhausener Architekturbüro „Peter Angele“. Im Dezember 2018 vergab der Gemeinderat die ersten Arbeiten. Eine konkrete Kostenschätzung gab es bislang nicht offiziell. Im Raum standen anfangs rund 800 000 Euro. Dieser Betrag wird nicht zu halten sein. Bürgermeister Bernhard Kamhuber geht von deutlich mehr Investitionen aus. „Auf eine Million Euro kommt es schon“, sagt er auf Nachfrage. Der Rathauschef begründet den höheren Ansatz mit den wegen der brummenden Branche gestiegenen Baupreisen.

In der Sitzung machten die Räte weitere Nägel mit Köpfen. Diverse Bauleistungen waren ausgeschrieben worden. „Sehr erfreulich“ laut Bürgermeister Kamhuber: „Momentan haben wir wirklich mal ein paar Angebote gekriegt.“ Denn derzeit tun sich gerade Kommunen bei öffentlichen Aufträgen schwer, angesichts des Baubooms überhaupt Firmen zu finden. Den größten Brocken machen Heizung, Lüftung und Sanitäranlagen aus: Den Auftrag angelte sich mit einem Angebot über rund 142 800 Euro die Firma „Anlagenbau Oberland“ aus dem benachbarten Oberhausen. Fenster und Außentüren übernimmt die Weilheimer Schreinerei „Schlögel & Flinspach“, die ein Angebot über rund 32 500 Euro eingereicht hatte. Für 7300 Euro ging der Gerüstbau-Auftrag an die Schöffauer Zimmerei „Will“. Den Baukran stellt der Königsdorfer Betrieb „Sonner“ für knapp über 8000 Euro auf. Alle Aufträge wurden einstimmig vergeben.

Ebenfalls ohne Gegenstimme gingen zwei Planungsaufträge weg: für Elektroanlagen an die heimische Firma „Geyer & Fels“ und für Heizung, Lüftung und Sanitäranlagen an das Weilheimer Ingenieurbüro „Andree Weinhart“. Konkrete Summen lagen nicht auf dem Tisch, die Büros hatten Honorarsätze laut Bundesverordnung angeboten – die sich laut Bürgermeister im passablen Rahmen bewegen.

Die Arbeiten an der Grasleitener Straße sollen starten, „sobald es die Witterung erlaubt“, so Kamhuber. Das auf dem Areal stehen alte Haus hat die Gemeinde Huglfing bereits abreißen lassen.

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