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Das ist der neue Fußballplatz. Dahinter sollen weitere Plätze entstehen.

Sportpark am Tautinger Weg

Nur die Tennisplätze bleiben am alten Ort

Die Tage des alten Sportplatzes in Huglfing sind gezählt. Der Gemeinderat fasste den Beschluss, die Anlagen – mit Ausnahme der Tennisplätze – an den neuen Sportpark am Tautinger Weg zu verlegen. Das frei werdende Areal soll Bauland werden.

Huglfing – „Es geht jetzt darum, Nägel mit Köpfen zu machen“, sagte Bürgermeister Bernhard Kamhuber, als in der jüngsten Sitzung des Huglfinger Gemeinderats der Tagesordnungspunkt „Verlegung bestehender Sportanlagen an das Sportgelände Tautinger Weg“ aufgerufen wurde. Im Vorfeld hatten Gespräche mit den beiden Sportvereinen, dem SC respektive dem EC Huglfing, stattgefunden. Die Gemeinde bekam dabei von den Vereinsfunktionären grünes Licht. Konkret geht es um den alten Fußballplatz und die Stockschützenbahnen, die in den neuen Sportpark an den Tautinger Weg verlegt werden sollen – oder genauer gesagt, in das dort südlich angrenzende, ehemalige Kiesgrubengelände. Vor allem die Fußballabteilung des SC Huglfing wird von dem Umzugsprojekt profitieren: Neben dem bestehenden Hauptspielfeld soll ein weiterer Naturrasen- und ein wetterfester Kunstrasenplatz gebaut werden. Im Gemeinderat wurden zwar Bedenken hinsichtlich der Verletzungsgefahr und der eventuell problematischen Entsorgung des Kunststoffmaterials nach Ablauf der Haltbarkeit geäußert, allerdings lassen die Intensität des Trainingsbetriebs und die begrenzten Hallenkapazitäten in den Wintermonaten keine andere Wahl: „Wir kommen um den Kunstrasenplatz nicht herum“, brachte es Harald Bauer (CSU/Bürgervereinigung) auf den Punkt.

Im aktuellen Raumprogramm für das ehemalige Kiesgrubengelände am Tautinger Weg – der Betreiberfirma „Albrecht“ wurde vom Gemeinderat eine Räumungsfrist bis 31. Juli 2018 auferlegt – sind allerdings die Tennisplätze nicht berücksichtigt. Sie sollen zunächst ihren Standort am alten Sportplatzgelände behalten. „Wir wollen zunächstabwarten, wie sich der Tennissport allgemein entwickelt und ob eine Verlegung überhaupt noch Sinn macht“, so Kamhuber.

Mischgebiet statt Wohngebiet

Von den einst vier Sandplätzen sind derzeit nur noch zwei in Betrieb. Ebenfalls noch kein Thema ist der Bau eines Beachvolleyball- beziehungsweise Soccerplatzes im Sportpark – „aber wir behalten das Ganze im Hinterkopf“, versprach Kamhuber. Mit dem Landratsamt sollen nun die baurechtlichen Voraussetzungen bezüglich des Kiesgrubenareals geklärt und parallel dazu das alte Sportplatzgelände überplant werden. Auf der Fläche soll irgendwann Bauland entstehen, wobei laut Kamhuber an den Tennisplätzen aufgrund der Nähe zur Bundesstraße wohl eher ein Mischgebiet in Frage kommt.

Bauträger für die neuen Freianlagen sollen die beiden Sportvereine sein. Nur dann fließen auch Zuschüsse. Wie hoch diese sein werden, darüber kann derzeit nur spekuliert werden. Kamhuber nannte im Gemeinderat eine Obergrenze von 200 000 Euro: „Dann dürfte der Deckel aber wirklich drauf sein.“

Trotz der Bauträgerschaft der Vereine wird die Gemeinde natürlich finanziell die Hauptlast tragen müssen – auch bei der späteren Pflege der Anlagen: „Sport ist generell eine gemeindliche Aufgabe“, konstatierte Kamhuber. Im Bereich der Turnhallen biete die Kommune zum Beispiel einen „Vollservice“ an: „Da kann man die Außenanlagen eigentlich auch nicht anders behandeln.“ Die Verlegung der Sportanlagen wird mit rund 1,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. „Das ist eine Summe, die für uns nicht existenzgefährdend ist“, relativierte Kamhuber – und überhaupt: „Das Ganze ist ein tolles Projekt für die Gemeinde und den Huglfinger Sport.“

Bernhard Jepsen

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