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„Unser Dorf hat Zukunft“: Huglfing im Bundesfinale, Schönberg muss sich mit Bronze begnügen

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Von: Katrin Kleinschmidt

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Idylle pur: Huglfing hat beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ die Goldmedaille gewonnen. 168 Dörfer hatten mitgemacht
Idylle pur: Huglfing hat beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ die Goldmedaille gewonnen. 168 Dörfer hatten mitgemacht © Gronau

Gleich zwei heiße Eisen hatte der Landkreis Weilheim-Schongau beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Feuer: Huglfing und Schönberg. Nur eines ist noch dabei.

Huglfing/Schönberg – „Gänsehaut hab‘ ich“, sagte Markus Huber. Kurz vor 15 Uhr hatte Huglfings Bürgermeister am Montag durch Jörg Hirsche vom bayerischen Landwirtschaftsministerium per Telefon mitgeteilt bekommen, dass seine Gemeinde eine Goldmedaille im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen hat und im Bundesfinale steht. „Toll“ nannte Huber das, was der Vorsitzende der Bewertungskommission des Landeswettbewerbs über die Abstimmung erzählte: Er sprach von einem „eindeutigen Ergebnis“ und einer „sehr überzeugenden“ Präsentation des Dorflebens beim Besuch der Jury in der vergangenen Woche.

Es war also tatsächlich wie beim vorangegangenen Bezirksentscheid: Das überschwängliche Lob der Jury nach dem Rundgang durchs Dorf hatte erneut nicht getäuscht. Schon da wirkten die Juroren darin einig, dass Huglfing wohl eine der drei Goldmedaillen bekommen wird. Nun vertritt die Gemeinde Bayern im kommenden Jahr zusammen mit Meinheim (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) und Zedtwitz (Landkreis Hof).

Bronze für Schönberg keine Enttäuschung

„Glückwunsch an die Huglfinger“, sagte Rottenbuchs Bürgermeister Markus Bader, nachdem er vom Ergebnis erfahren hatte. „Es freut uns, dass jemand aus der Region weiter vertreten ist.“ Doch noch mehr hätte es den Rathauschef freilich gefreut, wenn auch Schönberg die Goldmedaille geholt hätte. Doch das traumhaft gelegene Dorf, das zu Rottenbuch gehört, musste sich diesmal mit Bronze zufrieden geben, ist damit raus. Auf dieser Ebene des Wettbewerbs „ist es einfach ganz eng“, sagte Bader, der nicht von Enttäuschung sprechen wollte. „Sicher, wenn man sich ins Zeug legt, weil man weiter kommen. Aber wir haben auch so sehr gern mitgemacht.“ Schönberg sei weit gekommen, habe sich den Jurys gut präsentiert. Die Bürger hätten zusammen angepackt. „Es wurde einiges im Ort angeschoben.“ Schon dafür habe sich die Teilnahme gelohnt.

2023 steht der Bundesentscheid an

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber gratulierte allen ausgezeichneten Dörfern: „Das ist die verdiente Würdigung Ihres außerordentlichen Einsatzes für Ihre und unsere Heimat. Die Corona-Krise hat uns deutlich gezeigt, wie wichtig das Miteinander ist.“ 168 Dörfer waren 2019 in den Wettbewerb gestartet, aufgrund der Pandemie musste der Wettbewerb auf Bezirks- und Landesebene zweimal verschoben werden. „Wir sind mit diesen drei Sieger-Gemeinden auf Bundesebene hervorragend vertreten“, sagte Kaniber.

In Huglfing wird noch nicht gefeiert – das soll am 29. Oktober bei der Preisverleihung in Veitshöchheim passieren. Im Sommer 2023 wird dann wieder eine Jury durch Dorf wandern – um zu schauen, ob Huglfing vielleicht sogar Deutschlands Dorf mit der besten Zukunft werden kann.

Ralf Scharnitzky/ Katrin Kleinschmidt

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