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Da sind die Unterschriften: (v.l.) Hans-Dieter Necker, Bürgermeister Hubert Kroiß, Gerhard Kerfers und Johannes Wagner bei der Übergabe im Rathaus.

Für die Staatsstraße: 790 Iffeldorfer fordern Tempo 60

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790 Iffeldorfer haben unterschrieben, um der Forderung nach Tempo 60 auf der Staatsstraße Penzberg-Seeshaupt Nachdruck zu verleihen. Das sind fast 40 Prozent aller Erwachsenen in der Gemeinde – dabei wurde nicht einmal im gesamten Dorf gesammelt. Die Unterschriften gehen nun ans Landratsamt.

Penzberg – Der starke Verkehr an der Staatsstraße und der daraus resultierende Lärm sind für viele Iffeldorfer ein stetes Ärgernis Seit zweieinhalb Jahren bemüht sich eine Initiative aus dem Ortsteil Untereurach bei den Behörden um Tempo 60 in dem Abschnitt, der an Iffeldorf entlangführt. Bis auf Teilerfolge scheiterten die Versuche, die vom Gemeinderat mitgetragen wurden.

Für einen neuen Anlauf sammelte die Initiative nun Unterschriften. Die drei Sprecher Hans-Dieter Necker, Johannes Wagner und Gerhard Kerfers übergaben die Listen am Donnerstag an Bürgermeister Hubert Kroiß, der sie ans Landratsamt weiterleiten wird. Die 790 Unterschriften stammten alle von Einwohnern über 18 Jahre, so Kerfers. Das sind 39,3 Prozent aller Erwachsenen. Auswärtige wurden herausgenommen. Gesammelt worden sei in Untereurach, an der Seeshaupter Straße und in dem Viertel zwischen Staltacher Straße, Alpenstraße und Staatsstraße. Listen lagen ebenso in Geschäften aus. 95 Prozent der angetroffenen Leute hätten unterschrieben, sagte Kerfers. „Das hat uns überrascht.“ Ursprünglich hatte sich die Initiative 400 Unterschriften als Ziel gesetzt.

Die Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt wird nicht nur die Unterschriftenlisten erhalten. Die Initiative legte auch einen Antrag bei: Tempo 60 von der „gelben Villa“ beim Gewerbegebiet bis zum Ortsschild bei Untereurach sowie für das kurze Stück bis zur Autobahn. Die einfachste Lösung wäre laut Initiative, das Ortsschild nach Norden zum Gewerbegebiet zu versetzen und auf den etwa eineinhalb Kilometern bis Untereurach Tempo 60 anzuordnen, wie es in Seeshaupt, Bad Heilbrunn und Bernried praktiziert wird. Momentan gilt für Autofahrer, die in Richtung Seeshaupt fahren, Tempo 100. In entgegengesetzter Richtung sind es erst 80, dann 70. Dazu passen Anmerkungen, die die Initiative bei ihrer Sammlung notierte: dass es wegen der schnell fahrenden Autos schwierig und gefährlich sei, aus der Waldstraße oder aus der Staltacher Straße auf die Staatsstraße abzubiegen.

In dem Antrag schreibt die Initiative, dass auf der Westseite der Staatsstraße mittlerweile eine geschlossene Wohn- und Gewerbebebauung bestehe. Sie moniert zudem, dass bei der Schallberechnung vom Januar 2018 vier Jahre alte Verkehrszahlen verwendet und mehrere Punkte nicht berücksichtigt wurden: der raue, abgefräste Belag sowie die zusätzliche Lärmbelastung durch Bahn, A95 und durch das Bremsen und Beschleunigen am Ortsschild. „Ich begrüße die Unterschriftensammlung außerordentlich“, sagte Bürgermeister Kroiß bei der Übergabe. Er könne nicht verstehen, wieso die Behörden mauern.

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