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Rückblick und Ausblick: Ortsvorsitzender Georg Goldhofer erinnerte vor zahlreichen Ehrengästen aus der Politik an die Anfänge und den Werdegang der Iffeldorfer CSU.

Neujahrsempfang

CSU Iffeldorf feierte ihren 50. Geburtstag

Der Neujahrsempfang des CSU Ortsverbands Iffeldorf geriet in diesem Jahr zur Geburtstagsfeier. Am Sonntag wurde aber nicht nur das 50-jährige Jubiläum gefeiert. Auch die Gemeinderats-Kandidaten stellten sich und ihr Wahlprogramm vor.

Iffeldorf– Landrätin Andrea Jochner-Weiß kann sich noch genau erinnern, was im Jahr 1970 alles los war in Deutschland und der Welt. Wie sie vor den rund 90 Gästen in der Mehrzweckhalle des Gemeindezentrums ausführte, wurde in diesem Jahr beispielsweise die Terrororganisation RAF gegründet. Bundeskanzler Willy Brandt machte seinen berühmten „Kniefall von Warschau“. Musikerlegende Jimi Hendrix starb – und der CSU-Ortsverband Iffeldorf wurde gegründet. 

Zehn politisch interessierte Bürger – einige von ihnen wurden an diesem Abend für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt – seien es gewesen, die den Ortsverband damals ins Leben gerufen hätten, so Georg Goldhofer, der im vergangenen Jahr den Posten des Ortsvorsitzenden von Michaela Liebhardt übernommen hatte. „Das waren mutige Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, ihre Heimat zu gestalten“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in seinem Grußwort.

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Was der Anlass für die Gründung des Ortsverbands war, der aktuell über 85 Mitglieder verfügt, das hat Goldhofer bei seinen Nachforschungen zwar nicht herausfinden können. Sicher sei aber, dass der Erste Vorsitzende Jakob Gattinger gewesen war. Bereits zwei Jahre nach der Gründung, zogen drei CSU-Mitglieder in den Iffeldorfer Gemeinderat ein.

Nach der Wahl 2008 war die CSU-Fraktion mit sechs Gemeinderäten vertreten und stellte mit Hubert Kroiß auch zum ersten Mal den Iffeldorfer Bürgermeister – eine Ära, die am 15. März zu Ende gehen wird. Denn Kroiß tritt nicht mehr bei der Kommunalwahl an. Einen anderen Bewerber für das Amt des Bürgermeisters schickt die CSU nicht ins Rennen. Kroiß, der seit 1990 für die Partei im Gemeinderat sitzt, ist stolz auf die CSU Iffeldorf. „Sie hat sich sehr erfolgreich entwickelt.“

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Von Anfang an, so Goldhofer, sei der Ortsverband nicht nur politisch aktiv gewesen, sondern auch gesellschaftlich. Seit 37 Jahren organisieren die Mitglieder beispielsweise den Christkindlmarkt, halten Stammtische ab oder unternehmen Ausflüge. Seit 1981 werde außerdem das jährliche Ramadama durchgeführt. „Zu der Zeit sind die Grünen grad aus dem Ei gekrochen“, so Goldhofer, der recht optimistisch in die Zukunft blickt. Nachwuchssorgen gäbe es dank der starken Jungen Union in Iffeldorf keine. Wichtiges Ziel sei, nach der Wahl „eine möglichst starke Fraktion im Gemeinderat“ zu haben. Außerdem wolle die CSU baldmöglichst wieder den Bürgermeister stellen.

Die 14 Gemeinderatskandidaten stellten an diesem Abend wesentliche Punkte ihres Wahlprogramms vor: So sollen weitere Fotovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden errichtet, der Gemeindestadel und das Sportheim neu gebaut und Radwege bedarfsgerecht ausgebaut werden. Die Nachverdichtung solle „behutsam“ geschehen, und das Wachstum des Ortes 0,8 Prozent pro Jahr nicht überschreiten.
Von Franziska Seliger

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