Iffeldorfs Kommandant Matthias Ott (l.) und Bürgermeister Hans Lang (r.) verabschiedeten Wolfgang Liegl (2.v.l.) und Jens Köcke vor ihrer Abfahrt nach Kroatien.  Foto FFW Iffeldorf
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Iffeldorfs Kommandant Matthias Ott (l.) und Bürgermeister Hans Lang (r.) verabschiedeten Wolfgang Liegl (2.v.l.) und Jens Köcke vor ihrer Abfahrt nach Kroatien.

Hilfsgüter ins Erdbebengebiet

Feuerwehr Iffeldorf rückt nach Kroatien aus

Nach dem schweren Erdbeben am 29. Dezember in Kroatien standen auch die örtlichen Feuerwehren oftmals vor einem komplett zerstörten Gerätehaus. Der bayerische Landesfeuerwehrverband hat deshalb Rücksprache mit dem kroatischen Feuerwehrverband gehalten und erfahren, dass besonders Schutzkleidung für Feuerwehrleute, tragbare Leitern, sowie Beleuchtungsgerät (einschließlich Stromerzeuger) gebraucht werden, um den Einsatz wieder vollumfänglich zu ermöglichen.

Iffeldorf - Der Verband startete daraufhin einen Aufruf an alle bayerischen Feuerwehren mit Bitte um Materialspenden, vor allem nach ausgesonderten, aber noch brauchbaren Ausrüstungsgegenständen – und wurde von der Resonanz überwältigt. Rund 300 Feuerwehren haben insgesamt 15 000 Einzelteile angeboten und an die beiden Sammelpunkte in Hersbruck (Bereich Nordbayern) und Rosenheim (Bereich Südbayern) geliefert.

Daraus wurde ein insgesamt 22 Fahrzeuge umfassender Transportkonvoi zusammengestellt, der sich am Sonntagabend in Rosenheim gesammelt und am frühen Montagmorgen nach Kroatien in die Stadt Sisak aufgebrochen ist. Mit dabei sind auch ein Fahrzeug und zwei Kameraden der Feuerwehr Iffeldorf. Wolfgang Liegl und Jens Köcke haben sich freiwillig dazu bereit erklärt, die lange Lkw-Fahrt mitzumachen und die Materialien direkt ins Katastrophengebiet zu bringen. Sie starteten am Sonntagnachmittag von Iffeldorf aus mit dem vom Freistaat beschafften Gerätewagen nach Rosenheim. Dabei haben sie bereits Materialien aus dem Garmischer Landkreis sowie ein paar persönliche Dinge.

Verabschiedet wurden sie im kleinen Kreis von Kommandant Matthias Ott und Bürgermeister Hans Lang. Eine besondere Herausforderung für alle Fahrer die aktuelle Corona-Lage. Da Kroatien als Risikogebiet eingestuft ist, besteht ein verschärftes Hygienekonzept für alle, das ausnahmslos umzusetzen ist. Dazu gehören auch Corona-Tests unmittelbar vor der Abfahrt sowie bei der Wiedereinreise nach Deutschland. Liegl und Köcke werden bereits am Dienstagabend wieder zurückerwartet.  mm

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