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Beim Infotag wurde auch live gelöscht.

“Tag der offenen Tore“ in Iffeldorf

Feuerwehr machte Werbung in eigener Sache

Die Iffeldorfer Feuerwehr machte kräftig Werbung für ihr Engagement. Beim „Tag der offenen Tore“ gab es viel zu sehen.

Iffeldorf – „Die haben so viele Lichter auf den Autos. Und sie haben mich mit der Spritze nass gespritzt.“ Der zweijährige Simon aus Seeshaupt war hellauf begeistert vom „Tag der offenen Tore“ bei der Iffeldorfer Feuerwehr. Simons Schwester Clara hat besonders die Feuershow begeistert. „Sie haben ein echtes Feuer gemacht. Das war ganz hoch. Und dann kam die Feuerwehr und hat es gelöscht. Das war megatoll“, beschreibt die Fünfjährige ihr Erlebnis.

Tatsächlich demonstrierten die Iffeldorfer Floriansjünger den Besuchern am 2015 eingeweihten Feuerwehrhaus am Bahnhof anhand zweier Paletten-Stapel, wie Brandbekämpfung anno dazumal und heute funktioniert. „Alte Feuerspritze contra neue Löschtechnik“, wie Kommandant Matthias Ott erläuterte. Fürs authentische Gefühl mussten die Besucher die Pumpe natürlich auch per Hand betreiben – genau so, wie es eben war, das Feuerlöschen vor hundert Jahren.

Vor allem viele Familien waren gekommen. „Das ist doch interessant für die Kinder“, fand Jürgen Kunert aus Iffeldorf, der mit seinem Sohn Tim gerade die Technik eines Rüstwagens studierte. „Ich will mir heute ganz genau anschauen, was die hier bei der Feuerwehr so machen“, erläuterte Tim, nachdem er aus dem Fahrerhaus eines Feuerwehrfahrzeugs wieder heruntergeklettert war. Später selbst mal Feuerwehrmann werden? Papa Jürgen Kunert fände das eine gute Sache. Er hofft, durch den Besuch erstes Interesse beim Sprössling geweckt zu haben. Die vielen Besucher konnten hier freilich nicht nur den Fuhrpark besichtigen. Wer wollte, probierte in einem dunklen Raum die Wärmebildkamera aus oder den Rettungsspreizer, den die Feuerwehraktiven zum Bergen von Unfallopfern aus beschädigten Autos verwendeen. Gar nicht so einfach, mit dieser riesigen Zange einen Tennisball zu greifen, ein Stück umzuheben und vorsichtig wieder abzusetzen, wie Vinzenz feststellen musste. Großen Spaß hatten die Kleinen auch beim Zielspritzen mit dem Löschschlauch.

Auf der Wiese neben dem Feuerwehrhaus gaben Wasserwacht, Bergwacht und Rotes Kreuz Einblicke in ihre Arbeit. „Mit ihnen arbeiten wir immer mehr zusammen“, erläuterte Kommandant Matthias Ott. Er war mit den Besucherzahlen beim „Tag der offenen Tore“ sehr zufrieden: „Es war ein ständiges Kommen und Gehen.“ Was sich der Kommandant von der Veranstaltung erhofft? Dass dadurch jetzt mehr Jugendliche ab zwölf Jahren zur Iffeldorfer Feuerwehr gehen. Denn deren Jugendgruppe brauche dringend Verstärkung.

Franziska Seliger

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