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Trinkwasser wird in Iffeldorf billiger.

Neue Gebühren in Iffeldorf

Wasser wird billiger, Abwasser teurer

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Der Wasserpreis in Iffeldorf sinkt deutlich. Zugleich steigen aber die Gebühren für das Abwasser.

Iffeldorf – Der Iffeldorfer Gemeinderat stimmte den neuen Gebühren für Wasser und Abwasser geschlossen zu. Die geänderten Preise treten rückwirkend ab 1. Januar in Kraft. Sie gelten für vier Jahre. Im Endeffekt bleibt den Iffeldorfern aber mehr Geld in der eigenen Tasche – so lautet die Rechnung von Nikola Milojevic, der die neuen Gebühren kalkuliert hat.

Der Wasserpreis sinkt demnach von 1,65 auf 1,17 Euro pro Kubikmeter (1000 Liter). Milojevic hatte die Folgen für einen Vier-Personen-Haushalt ausgerechnet, der einen – relativ hohen – Trinkwasserverbrauch von 200 Kubikmeter im Jahr aufweist. Dieser Haushalt zahlt künftig im Jahr 268 Euro und spart sich so 100 Euro. Bei einem Zwei-Personen-Haushalt beträgt die Ersparnis etwa die Hälfte.

Allerdings steigt auf der anderen Seite der Abwasserpreis von 2,35 auf 2,49 Euro pro Kubikmeter. Dadurch erhöht sich die jährliche Belastung für einen Vier-Personen-Haushalt (bei 200 Kubikmeter Abwasser) um 28 auf 498 Euro. Beim Zwei-Personen-Haushalt ist es entsprechend die Hälfte. Rechnet man beide Änderungen gegen, blieben einem Vier-Personen-Haushalt – bei dem verhältnismäßig hohen Verbrauch, den Milojevic zugrunde legte – künftig 72 Euro im Jahr in der Tasche.

Zuletzt hatte die Gemeinde vor vier Jahren die Wasserpreise geändert. Damals stiegen sie um mehr als das Doppelte, weil die Gemeinde viel Geld in die Leitungen investierte. „Es gab einen Aufschrei“, erinnerte sich Bürgermeister Hubert Kroiß. Die Abwassergebühr blieb damals unverändert.

Nikola Milojevic vom Büro „Pecher und Partner“ erläuterte, dass Bau, Betrieb, Unterhalt, Sanierung und Investitionen über Gebühren und Beiträge zu finanzieren seien. Es dürfe dabei kein Gewinn erzielt werden. Genau dies ist ihm zufolge aber beim Wasser in den vergangenen Jahren geschehen. „Sie haben mehr eingenommen als ausgegeben“, sagte er zu den Gemeinderatsmitgliedern. Der Grund war laut Bürgermeister, dass es in der Staltacher Straße doch nicht zur kostspieligen Erneuerung der Hauptleitung kam. Der Gewinn, so Milojevic, müsse nun an die Nutzer zurückgezahlt werden. Vor allem deshalb ergibt sich ihm zufolge die deutliche Reduzierung.

Beim Abwasser tendierte der Gewinn laut Milojevic gegen Null. In die neue Kalkulation floss unter anderem die geplante Sanierung der Druckleitung nach Penzberg ein. Mehr als die Hälfte der neuen höheren Abwassergebühr macht die Umlage für die Kläranlage aus.

Änderungen gibt es auch bei den jährlichen Grundgebühren für die Wasserversorgung. Die Grundgebühren hängen von der Zählergröße ab: Bis 2,5 Kubikmeter pro Stunde betragen sie künftig 33,72 Euro (statt 38,04 Euro); bis 6 Kubikmeter pro Stunde 81,48 Euro (statt 76,20 Euro), bis 10 Kubikmeter pro Stunde 135,48 Euro (statt 152,28 Euro) und über 10 Kubikmeter pro Stunde 813 Euro (statt 475,20 Euro).

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