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Unter anderem war die Weilheimer Feuerwehr damit beschäftigt, einen Baum zu sichern, der umzustürzen drohte.

Baum stürzt auf Asylunterkunft

Gewittersturm fegt über den Landkreis Weilheim-Schongau

  • Jörg von Rohland
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Ein kurzer, heftiger Gewittersturm hat am Samstagnachmittag auch im Landkreis Weilheim-Schongau für eine Reihe von Einsätzen von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) gesorgt.

Landkreis – Eine Frau wurde leicht verletzt, zu größeren Sachschäden kam es nicht.

Während das THW in Weilheim das Corona-Text-Zelt am Volksfestplatz sichern musste, das wegzufliegen drohte, war die Feuerwehr im Stadtgebiet unterwegs, um Äste von den Straßen zu entfernen und Bäume zu sichern, die nach Meinung von Anwohnern umzustürzen drohten, heißt es aus der Integrierten Leitstelle in Weilheim. 

Auch von der A 95 wurden Äste auf der Fahrbahn gemeldet. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, hatten diese die Autofahrer aber schon beiseite geräumt, berichtet Schichtleiter Michael Montag. Er zählte insgesamt zehn Einsätze im Landkreis, die aber allesamt „nicht sehr dramatisch“ gewesen seien. So war auch ein Unfall in einem Waldstück bei Iffeldorf letztlich weniger schlimm, als zunächst vermutet. „Person von Baum getroffen“, hieß es zunächst. Die Retter nahmen dann eine Frau in Empfang, der ein Ast auf den Kopf gefallen war. Sie wurde laut Montag glücklicherweise nur leicht verletzt.

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Die Sachschäden hielten sich insgesamt in engen Grenzen. Bei Prem hatte es die Feuerwehr mit einem Baum zu tun, der beim Sauwald auf die Straße gestürzt war. Sie musste halbseitig gesperrt werden. 

Auch in anderen Gemeinden stürzte der eine oder andere Baum um. So in Steingaden: Dort hatten die starken Windböen einen Baum entwurzelt, der schräg in zehn Metern Höhe auf der Querseite eines Dachbereiches des ehemaligen Krankenhauses, das jetzt als Asylbewerberheim genutzt wird, lag. Die mächtige Linde musste möglichst schnell entfernt werden, um bei weiteren Böen ein seitliches Abrutschen und damit Aufschlagen in Richtung Eingangsbereich des Heims zu verhindern.

Stück für Stück wurde in Steingaden die umgestürzte Linde abgesägt und schließlich kontrolliert vom Haus weggezogen.

Außerdem war durch die Blätter nicht erkennbar, ob das Dach beschädigt wurde. Der Plan von Kommandant Leo Eicher war, den Baum Stück für Stück von oben her abzutragen. Als Fachmann wurde Simpert Christa mit hinzugezogen, der die Arbeitenmittels Bulldog und Stahlseil sichern sollte. Glück im Unglück: Erst vor zwei Monaten hat sich das ortsansässige Baugeschäft der Gebrüder Eicher einen großen Teleskoplader angeschafft, der nun zum Einsatz kam.

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Stück für Stück konnten so durch zwei Wehrmänner im Arbeitskorb die Äste abgesägt werden. Der Baumstamm selbst mit seinem starken Nebenstamm war zu groß, weshalb Simpert Christa ihn per Stahlseil so in seine Richtung zog, dass die beiden Stämme beim Umfallen donnernd quer vor dem Gebäude zum Liegen kamen

In Penzberg rückte die Feuerwehr aus, um Am Haselberg Bauzäune zu sichern. Das war es laut Schichtleiter Montag dann aber auch schon. Die Wetterlage habe die Integrierte Leitstelle vor keine großen Probleme gestellt.  jvr/hh

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