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Die Befüllung der Automaten ist mit hohen Kosten verbunden, so die VR-Bank. 

Bilanzgespräch 2018

VR-Bank: Geldautomaten in Habach und Antdorf noch gefragt

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Abnehmender Bargeldverkehr, zunehmende Digitalisierung: Vor diesen Herausforderungen steht die VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg. Bei einem Bilanzgespräch wurde aber auch deutlich, dass die Bankkunden nicht nur auf Online-Dienste setzen.

Iffeldorf – Die Herausforderungen, vor der die VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg steht, sind nicht neu. Bei einem Pressegespräch in Iffeldorf erklärte der Vorstandsvorsitzende Peter Geuß, dass das Jahr 2018 vor allem von drei Themen geprägt war: Fortschreitende Digitalisierung, Regulatorik und niedrige Zinsen. „Diese Themen beschäftigen uns schon seit mehreren Jahren“, so Geuß, „aber den Umständen entsprechend haben wir alle Herausforderungen gut gemeistert.“

Im Bereich „Digitalisierung“ müsse weiterhin investiert werden. „Wir merken, dass die Akzeptanz, aber auch die Nachfrage immer größer wird“, sagt er. Die sogenannten Hybrid-Kunden seien die am schnellsten wachsende Gruppe. „Sie gehen für ihre täglichen Geschäfte ins Internet. Bei Themen wie ,Vermögensberatung’ oder ,Baufinanzierung’ bevorzugen sie aber die persönliche Beratung in der Niederlassung“, sagt der Vorstandsvorsitzende.

Komplett neue App noch dieses Jahr

Um den 90 000 Kunden in den Landkreisen Starnberg, Landsberg und Weilheim-Schongau die Nutzung des Online-Services noch einfacher zu machen, soll im drittel Quartal des Jahres eine komplett neue App zur Verfügung stehen. Auch der telefonische Kundenservice ist seit Oktober 2016 kontinuierlich weiterausgebaut worden: Etwa 300 Leistungen bietet die Bank mittlerweile telefonisch an. Mehr sei in Planung.

„Es reicht allerdings nicht, Prozesse zu vereinfachen. Auch unsere Mitarbeiter müssen entsprechend geschult werden und bereit für Veränderung sein“, sagt Geuß. Derzeit seien 438 Mitarbeiter in den 33 VR-Bank-Fililalen beschäftigt, 26 davon sind in der Ausbildung. Dass die Zahl der Bewerber jährlich zurückgeht, schreibt der Vorstandsvorsitzende dem demografischen Wandel und der Vollbeschäftigung in der Region zu. „Vor ein paar Jahren haben wir 300 bis 400 Bewerbungen bekommen. Jetzt sind es ungefähr 100“, sagt er. Dennoch würde die Zahl der Auszubildenden im Vergleich mit anderen bayerischen Genossenschaftsbanken über dem Durchschnitt liegen.

Automaten in Habach und Antdorf 

Ausreichend Personal zu finden, sei allerdings nicht in allen Filialen immer ganz einfach: „Wir stoßen da teilweise an unsere Grenzen.“ In den Vorjahren wurden bereits einige kleine Geschäftsstellen geschlossen – unter anderem in Habach und Antdorf. Obwohl es damals in den Gemeinden zu heftigen Protesten kam ( wir berichteten), hätte man mit der Beibehaltung der Geldautomaten für alle Beteiligten einen Kompromiss gefunden.

„Die Automaten müssen sich allerdings auch wirtschaftlich betreiben lassen“, sagt Geuß, „dahinter steckt viel Aufwand, den der Kunde nicht sieht.“ Gerade die Befüllung der Automaten sei mit hohen Kosten verbunden – und generell würde der Bargeldverkehr immer weiter abnehmen. „Noch wird der Dienst aber genutzt“, so der Vorstandsvorsitzende.

nema

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