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Der Iffeldorfer Chor „KlangKunst“ wird im Frühling nächsten Jahres in New York auftreten. 

„KlangKunst“ singt in weltberühmter Konzerthalle

Iffeldorfer Chor in New York: Auftritt in Carnegie Hall „ein ganz großes Geschenk“ 

Der Chor „KlangKunst“ aus Iffeldorf hat sich weit über die Grenzen der Region einen Namen gemacht. Im April2020 wird er an einem besonderen Ort in New York auftreten. 

Iffeldorf – Seine Mitglieder haben schon in der Kathedrale im spanischen Granada gesungen, in Venedig und – als erstes auswärtiges Ensemble – in der wieder aufgebauten Universitätskirche von Leipzig: Der Iffeldorfer Chor „KlangKunst“ unter der Leitung von Andrea Fessmann ist ein namhafter Amateurchor, der sich mit den Aufführungen großer Chorwerke weit über die Grenzen der Region hinaus einen Namen gemacht hat. Nun wurde der Chor sogar in die Carnegie Hall nach New York eingeladen. In der weltberühmten Konzerthalle sollen seine Mitglieder an einer Aufführung von Carl Orffs „Carmina Burana“ mitwirken.

„Das ist uns einfach zugefallen“, sagt Chorleiterin Fessmann auf die Frage, wie es zu der Einladung nach Amerika kam. Sie vermutet, dass der Veranstalter des für April nächsten Jahres dort geplanten Chorprojekts, die amerikanische Konzert-Agentur DCINY, auf der Suche nach geeigneten Chören rein zufällig auf die Homepage des Vereins „KlangKunst im Pfaffenwinkel“ gestoßen ist und von dessen zahlreichen „Carmina Burana“-Aufführungen – etwa im Kloster Benediktbeuern – erfahren hat.

Anfrage per Mail: Chorleiterin konnte es gar nicht glauben

Per Mail habe die Agentur dann bei Fessmann angefragt, ob der Iffeldorfer Chor nicht nach New York kommen wolle. Als sie diese Mail durchlas, „da habe ich schon zuerst an ‘Fake News´gedacht“ erinnert sich Fessmann. Erst ein Telefonat mit den Verantwortlichen in New Yorker habe ihre Befürchtung einer Falschmeldung ausgeräumt, und nachdem sie noch Tonmaterial ihres Chores nach Übersee geschickt hatte stand fest: Der Iffeldorfer Chor „KlangKunst“ wird am 19. April nächsten Jahres in der Carnegie Hall singen.

„Das ist natürlich eine ganz besondere Auszeichnung, ein ganz großes Geschenk“, freut sich Fessmann, die als Sängerin weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt ist, selbst aber noch nie in der Carnegie Hall gesungen hat. Sie ist sich sicher: „So etwas bekommt man nur einmal im Leben.“ Bewerben für ein Konzert in dieser Konzerthalle könne man sich nicht. Hierhin werde man eingeladen.

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90 Sängerinnen und Sänger fliegen von Iffeldorf nach New York

Nach einer ersten Vorbereitungsphase steht nun fest, dass rund 90 Sängerinnen und Sänger aus Iffeldorf nach New York fliegen werden. Auch Fessmann selbst wird als Sängerin mitreisen. Dirigiert werde die Aufführung in New York von einem amerikanischen Dirigenten. Als Abflugtag stehe der 13. April 2020 bereits fest. Bis zum Aufführungstag am 19. April werde dann vor Ort geprobt.

Details zu der geplanten „Carmina Burana“-Aufführung hat Fessmann noch nicht. Sie weiß aber, dass es sich dabei um ein internationales Chorprojekt, bestehend aus verschiedenen Chören der unterschiedlichsten Länder handelt.

Rund 200 Sänger sollen insgesamt an der Aufführung mitwirken. Woher sie kommen, weiß Fessmann nicht. Das Orchester stamme aus New York.

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Auf anfängliche Skepsis folgte große Euphorie

Nach anfänglicher Skepsis, ob das mit der Einladung auch wirklich ernst gemeint sei, hätten die Mitglieder von „KlangKunst“ mit „großer Euphorie“ auf den bevorstehenden Auftritt in New York reagiert, so Fessmann. „So etwas glaubt man ja auch erst nicht.“ Zusätzliche Proben müssten die Sängerinnen und Sänger aber nicht absolvieren. Dazu sei das Ensemble zu erfahren und habe Orffs „Carmina Burana“ schon zu oft aufgeführt. Und auch, wenn „KlangKunst“ kein Profichor sei, so sei er doch ein hervorragender Laienchor. „Wir wissen, dass wir gut sind.“

Die Reise nach Amerika müssen die Iffeldorfer selbst finanzieren. Um Geld dafür zu sammeln, und so beispielsweise die Studenten im Chor finanziell zu entlasten, seien in den Monaten bis zum Abflug noch einige Veranstaltungen in der Heimat geplant. 

FRANZISKA SELIGER

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