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Picknick am Stand: Die Iffeldorfer machten es sich unter halb der Altstadt von Saint-Malo an der Atlantikküste gemütlich.

Besuch in der Bretagne

Iffeldorf: Freundschaft mit Châteaubourg lebt

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Die über 50-jährige Freundschaft Iffeldorfs mit Châteaubourg lebt. 101 Oberbayern hatten sich zum Besuch der Partnerstadt in die Bretagne aufgemacht.

Iffeldorf – Von wegen in die Jahre gekommen. Die Städtepartnerschaft zwischen Iffeldorf und dem 7000-Einwohner-Ort Châteaubourg östlich der französischen Stadt Rennes ist auch 36 Jahre nach ihrer offiziellen Besiegelung ein sehr lebendige. Mit einer großen Delegation waren die Iffeldorfer vom 9. bis 14. Mai zum turnusmäßigen Austausch in die Bretagne gefahren. „Die Reise war strapaziös und dennoch aller Mühen wert“: So lautet das Fazit von Heiner Grupp vom Partnerschaftskomitee. Mit 2500 gefahrenen Autobahnkilometern und wenig Schlaf im Gepäck, dafür „mit jeder Menge wunderbarer Eindrücke im Herzen“ kehrten die Oberbayern nach vier Tagen zurück an die Osterseen.

In Châteaubourg gab es ein buntes Programm. Dazu gehörten eine Tagesexkursion nach Saint-Malo mit Schifffahrt entlang der Atlantikküste ebenso wie Ausflüge mit den Gastfamilien nach Rennes und zur Abtei Mont Saint Michel. Höhepunkt waren die Abende im Gemeindesaal, bei denen eine Abordnung der Iffeldorfer Musikkapelle für Stimmung sorgte. „Bei bretonischem Cidre und kulinarischen Köstlichkeiten wurden alte Freundschaften aufgefrischt und neue geschlossen“, so Grupp. Dass heuer etliche junge Familien mit Kindern erstmals dabei waren, freute Wolfgang Bronner besonders. „Das ist in diesem Ausmaß eine lebendige Partnerschaft“, bilanziert der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees gegenüber der Heimatzeitung.

Bronner und Bürgermeister Hubert Kroiß hatten sich bei den Gastgebern mit bayerischem Bier und Südtiroler Speck bedankt. Im Gegenzug bekamen sie die Reproduktion einer historischen Landkarte der Bretagne überreicht. „Die hängen wir im Rathaus auf“, verkündet Kroiß. Der Bürgermeister selbst hat den „herzlichen Empfang“ genossen. „Das ist eine sehr gute Freundschaft. Auch privat gibt es viele Kontakte.“ So von Kroiß zu seinem Amtskollegen Teddy Regnier. Von dessen Arbeitsumfeld hat der Iffeldorfer einen positiven Eindruck mitgebracht: „Die Region boomt“, sagt er – vergleichbar dem Münchner Umland. So habe Châteaubourg gerade eine Turnhalle gebaut, erzählt Kroiß.

Das bayerisch-bretonische Treffen „ist gelebte europäische Gemeinschaft, wie man sie sich besser nicht vorstellen kann“, teilt Heiner Grupp mit. Die Freundschaft hat ihre Wurzeln im Jahr 1966. Damals reiste eine Gruppe Jugendlicher mit Pfarrer Richard Schneider und dem deutsch-französichen Jugendwerk in das 1200 Kilometer entfernte Châteaubourg. Aus den privaten Kontakten entstand eine kommunale Beziehung – am 20. Mai 1982 besiegelten sie die damaligen Bürgermeister Albert Strauß und Paul Lemoine in Frankreich offiziell. In dem bretonischen Städtchen gibt es sogar einen „Parc Iffeldorf“ an der Ecke Rue de la Tréolière/Rue du Pleiss Saint-Mélanie. In dem Park wurde 2014 eine Statue eingeweiht, die an die langjährige Partnerschaft erinnert. Außerdem hatten die Iffeldorfer dort zuletzt 2010 einen Maibaum aufgestellt.

Bürgermeister Hubert Kroiß hat übrigens seine ganz persönliche Frankreich-Erfahrung mitgebracht: Er war mit dem Wohnmobil nach Châteaubourg gefahren und stellte fest: „Die haben in den Dörfern ständig Tempomessungen. Die Leute halten sich exakt an die Geschwindigkeit“, berichtete er in der jüngsten Bürgerversammlung – als es mal wieder um das leidige Thema „Tempolimit in Untereurach“ ging.

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