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Die Grundschule mit ihren beiden Häusern in Iffeldorf (im Bild) und Habach rüstet digital auf.

Digitale Klassenzimmer: Grundschule Iffeldorf rüstet mit Tablets auf - Kreide wird es aber weiter geben

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Auf dem Weg zum „digitalen Klassenzimmer“ investiert der Schulverband Iffeldorf in seine beiden Häuser in Iffeldorf und Habach. Die Grundschüler sollen künftig auch mit Tablet-Computern arbeiten können. Schultafeln und Kreide wird es dort aber weiterhin geben.

Iffeldorf/Habach – 186 Grundschüler werden derzeit in den beiden Häusern in Iffeldorf und Habach unterrichtet. Beide haben einen kompletten Zug von der ersten bis zur vierten Klasse. Der Schulverband Iffeldorf, zu dem die zwei Häuser gehören, will sie noch in diesem Schuljahr mit jeweils 16 Tablet-Computer für den Unterricht ausrüsten. Außerdem sollen sie mit einer Wlan-Infrastruktur ausgestattet werden. Die Digitalisierung, hieß es in der jüngsten Verbandssitzung, sei das größte Thema, das momentan ansteht.

Computer in der Grundschule: Kinder sollen Umgang lernen

Die Schule habe die Aufgabe, den Kindern zu zeigen, wie man mit dieser Technik umgeht, erklärt Rektorin Simone Schramm. Dabei geht es zum einen um die Handhabe selbst, zum anderen aber auch darum, mit der Informationsflut im Internet umzugehen, Gefahren zu erkennen, Informationen zu hinterfragen, das eigene Selbstbewusstsein zu stabilisieren und schließlich ebenso um die Frage, wie man etwas im Internet findet. Also: Früh übt sich. Es sei ja aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken, sagt sie.

Grundschule Iffeldorf: Beide Häuser schon jetzt „recht gut ausgestattet“

Laut Simone Schramm sind die Klassenzimmer in den beiden Häusern schon jetzt „recht gut ausgestattet“, und zwar mit Beamern und Dokumentenkameras. Daran können zwar bereits Laptops und Tablet-Computer angeschlossen werden, bisher war das aber von der individuellen Ausstattung der Lehrer abhängig. Das Ziel ist nach den Worten der Schulleiterin nun, dass die Schüler selbst mit Tablet-Computern im Unterricht arbeiten können. Diese Tablets seien für die Kinder von der Größe her praktisch, vielseitig einsetzbar und unabhängig vom Raum, erklärt sie. Zum Start gibt es heuer erst einmal je 16 Tablets pro Schulhaus. Damit könne dann jede Klasse und jeder Lehrer Erfahrungen sammeln, wie Simone Schramm sagt.

Grundschule Iffeldorf: Verzicht auf „Whiteboard“, aber nicht auf Kreide

Auf Whiteboards verzichtet die Grundschule dagegen. „Ich bin froh, dass wir nicht auf diesen Zug aufgesprungen sind“, sagt Konrektor Bernhard Apel. Er habe von anderen Schulen gehört, die wegen der Technik schlechte Erfahrungen gemacht hätten. Die klassischen Tafeln mit Kreide würden nicht ersetzt, bestätigt Schulleiterin Schramm. Die Förderung der Handschrift, sagt sie, „hat eine extrem hohe Bedeutung“. Und dafür brauche es als Vorbild die Lehrkraft, die das Schreiben zeigt.

Das heißt: Die Schüler werden nicht nur auf den Tablets arbeiten, die Computer werden punktuell eingesetzt, so Schramm. „Es geht um eine Ergänzung des bisherigen Unterrichts.“ Mittels der handlichen Computer können die Lehrer zum Beispiel für bestimmte Übungen auf spezielle Lern-Apps zurückgreifen, diese passgenau für das einzelne Kind anwenden und das individuelle Lerntempo einstellen. Ein weiterer Vorteil sei, so Schramm, dass der Lehrer einen schnelleren Überblick über Fortschritte erhält, was ihm die tägliche Nachbereitung des Unterrichts erleichtert.

Schulverband Iffeldorf investiert in IT-Ausstattung

Bei den insgesamt 32 Tablet-Computer und der Wlan-Infrastruktur für rund 20 000 Euro handelt es sich erst einmal um die Grundausstattung. Der Schulverband hat aber auch Geld für eine weitere IT-Ausstattung im Haushalt reserviert. Bei alledem ist Simone Schramm wichtig, die Technik, „sinnvoll, bedacht und reflektiert“ im Unterricht einzusetzen, „aber bewährte Kulturtechniken wie die Handschrift nicht über Bord zu werfen“.

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