+
Für Iffeldorfer Jugendliche von Iffeldorfer Jugendlichen: Jakob Gleixner (l.), Agnes Gleixner (r.) und Anna-Lena Ludewig (nicht im Bild) wollen das Juze renovieren.

Treff für Jugendliche

Junge Leute packen an: Neustart für das Iffeldorfer „Juze“

„Ein Treffpunkt für Iffeldorfer Jugendliche“, das ist das Ziel von Agnes und Jakob Gleixner und Anna-Lena Ludewig. Dazu wollen sie das örtliche Jugendzentrum im Pfarrzentrum renovieren. Der Treff war zuletzt verwaist. Jetzt soll wieder Leben einkehren – erstmals diesen Samstag.

VON ARABELLA SCHÄFFLER

Iffeldorf Eigentlich gibt es den Jugendtreff in Iffeldorf schon seit Oktober 2006. Damals war an der Hofmark das neue katholische Pfarrzentrum eröffnet worden – samt Räumen für die Jugendlichen im Kellergeschoss. Mitglieder des Iffeldorfer Jugendparlaments, das es damals noch im Ort gab, hatten sich lange dafür eingesetzt, dann auch selbst bei der Ausgestaltung mitgearbeitet und so ihr großes Ziel vor etwas mehr als 13 Jahren erreicht.

Iffeldorfer Juze hatte keine offiziellen Öffnungszeiten mehr

Das ist lange her. Gerade habe das „Juze“ keine offiziellen Öffnungszeiten, sagt Agnes Gleixner. Das wollen sie, ihr Bruder Jakob Gleixner sowie Anna-Lena Ludewig nun ändern. Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren sollen sich dort wieder zu festen Öffnungszeiten treffen können. Das Trio wird das Iffeldorfer Jugendzentrum ab März jeden zweiten Mittwoch und Samstag am Abend öffnen. Moderner und ästhetischer solle es außerdem werden: „Wir wollen neu streichen, saubermachen, uns eine Wii zulegen und neuere Spiele für die Playstation holen“, erklärt Agnes Gleixner. Kurz gesagt: renovieren. In Zukunft sollen dann auch Aktionen wie „Fifa“-Turniere oder Karaokeabende stattfinden.

Idee reifte das Iffeldorfer Jugendzentrum wieder zu beleben

Regelmäßig geöffnet war das Jugendzentrum auch früher schon. „Ich glaube bis 2011“, sagt Jakob Gleixner. Dann habe das „Juze“ jedoch geschlossen und keiner habe sich mehr wirklich darum gekümmert. „Ich habe unseren Vater dann mal gefragt, was hier unten eigentlich ist.“ Vater Christian Gleixner ist momentan Jugendreferent im Iffeldorfer Gemeinderat. Privat konnte man das Jugendzentrum mieten, „also bin ich mal mit Freunden rein“, erzählt der Sechzehnjährige. Dadurch reifte bei ihm und seiner Schwester die Idee, dass man es doch eigentlich wieder „aktivieren“ könnte. Zu ihnen stieß noch ihre Schulfreundin Anna-Lena Ludewig. Und die drei starteten 2019 die Planung für eine Wiederbelebung. Weil das Trio Hilfe braucht, hat es eigens Flugblätter drucken lassen und sie verteilt. Darauf lädt es andere Jugendliche zum gemeinsamen Streichen in den Osterferien am Dienstag, 14. April, ein.

Geöffnet wird das „neue Juze“ aber schon vorher, und zwar erstmals am heutigen Samstag, 29. Februar, ab 18 Uhr. Ab März soll der Treff dann jeden zweiten Mittwoch von 18 bis 21.30 Uhr und jeden zweiten Samstag von 18 bis 24 Uhr im Monat offen sein.

„Einer von uns dreien wird zu den Zeiten dann auch anwesend sein“, sagt Agnes Gleixner. Durch den Verkauf von Getränken zu den Öffnungszeiten und finanzielle Unterstützung der Iffeldorfer Adventswerkstatt wollen die drei das Projekt am Laufen halten und für neue Gerätschaften sorgen. Auch Partys können dort stattfinden: Wer eine plant, solle sie bis spätestens eine Woche davor anmelden, so Jakob Gleixner.

Iffeldorfer Jugendzentrum: Wer hilft beim Renovieren?

Das „Juze“ im Iffeldorfer Pfarrzentrum gemeinsam neu streichen kann man am 14. April. Wer Interesse oder generelle Fragen hat, kann sich per E-Mail an juze.iffeldorf@web.de melden. In Zukunft werden außerdem Infos und Fotos auf dem Instagram-Account @juze.iffeldorf hochgeladen.

Lesen Sie auch: Sturm „Bianca“ trifft Region hart: Radom Raisting zerstört - Zug fährt in umgestürzten Baum

Und: Digitale Klassenzimmer: Grundschule Iffeldorf rüstet mit Tablets auf - Kreide wird es aber weiter geben

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Erweiterung in Richtung Dietlhofer See? Kreisräte haben viele Fragen zur Berufsschule
Erweiterung in Richtung Dietlhofer See? Kreisräte haben viele Fragen zur Berufsschule
Weilheim: Neuer Medele-Standort ist für die Stadt „alternativlos“
Weilheim: Neuer Medele-Standort ist für die Stadt „alternativlos“
Entscheidung gefallen: „Geiger Automotive“ zieht nach Penzberg um - wenig Begeisterung in Garmisch
Entscheidung gefallen: „Geiger Automotive“ zieht nach Penzberg um - wenig Begeisterung in Garmisch
Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Fünf neue Fälle und ein Test-Problem
Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Fünf neue Fälle und ein Test-Problem

Kommentare