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Spielen im Kindergarten.

Landratsamt: Iffeldorf ist mit Kinderhaus gut gewappnet für Einwohnerwachstum

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Gut vorbereitet auf steigende Einwohnerzahlen in den nächsten zehn Jahren ist Iffeldorf mit seinem erst vor drei Jahren erweiterten Kinderhaus. Das hat eine Analyse des Landratsamtes ergeben. Der Bedarf an Betreuungsplätzen wird demnach nicht im gleichen Maße wachsen.

Iffeldorf – Die Gemeinde Iffeldorf zählt momentan rund 2700 Einwohner. Im Jahr 2000 waren es noch 2400 Menschen, die in Iffeldorf lebten. Für die nächsten Jahre rechnet das Landratsamt Weilheim-Schongau mit einem weiteren Wachstum, in erster Linie durch Zuzüge, weniger durch örtliche Geburtenzahlen: auf 2844 Einwohner im Jahr 2027 und auf 2958 Einwohner im Jahr 2037. Diese Zahlen stellten Jürgen Wachtler und Claudia Sam-Doess vom Amt für Jugend und Familie ihrer Bedarfsprognose für die Kinderbetreuung in Iffeldorf voran, die sie vor kurzem dem Gemeinderat vorstellten. Wobei Bürgermeister Hubert Kroiß (CSU) einschränkte, dass die Gemeinde das Wachstum durch die Baulandausweisung selbst in der Hand habe.

Amt sieht Iffeldorf für die nächsten Jahre gewappnet

Bei den Kinderbetreuungsplätzen sehen Wachtler und Sam-Doess Iffeldorf für die nächsten Jahre gewappnet. Der Kindergarten sei gut aufgestellt, erklärten sie. Bei den Krippenplätzen verteilten sie die Note „gut“. Trotzdem müsse die Gemeinde die Entwicklung beobachten, hieß es. Für den Hort gaben sie keine Prognose ab.

Kinderhaus war erst vor drei Jahren erweitert worden

Erst vor drei Jahren war das katholische Kinderhaus St. Vitus erweitert worden. Es hat seither 175 Plätze für Kindergarten-, Krippen- und Hortkinder. Betreut werden an der Maffeistraße momentan 129 Buben und Mädchen, wobei die derzeit 16 Krippenkinder bei der Umrechnung auf die Plätze doppelt zählen. Knapp 80 Kinder sind es im Kindergarten, fast 40 im Hort. „Wir sind in der glücklichen Lage, noch Luft zu haben“, bilanzierte Bürgermeister Kroiß.

Prognose zu Kinderzahlen: Erst noch ein Anstieg, bevor Zahlen sinken

Laut Prognose des Landratsamtes, die auf Daten des Landesamts für Statistik basiert, steigt die Zahl der Iffeldorfer Kinder (von denen nur ein Teil in eine Tagesstätte geht) in den nächsten Jahren noch etwas an, bevor sie sinkt: Demzufolge erreicht die Zahl der Kinder bis zwei Jahre 2020 mit 86 den Höhepunkt, danach fällt sie konstant bis auf 71 im Jahr 2038. Bei den Buben und Mädchen im Alter von drei bis fünf Jahren wächst die Zahl von 84 (2017) auf 93 (2023), um dann bis 2038 auf 78 zu sinken. Bei den Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren zeigt die Prognose einen Anstieg von 103 (2017) auf 131 (2026) und danach einen Rückgang auf 116 (2038). Wachtler und Sam-Doess vom Amt für Jugend und Familie erwarten, dass bei Kindergarten und Krippe die Nachfrage konstant bleibt. Wobei allerdings Hans Lang (SPD) einschränkte, dass die Krippe momentan voll sei und sie eine Warteliste habe. Auch Einjährige würden schon angemeldet, sagte Lang.

Die beiden Vertreter des Amts für Jugend und Familie stellten in der Sitzung ebenso Ergebnisse einer Elternbefragung in Iffeldorf vor. Der weit überwiegende Teil ist demnach mit dem Betreuungsangebot zufrieden. Allerdings wurde auch oft der Wunsch geäußert nach mehr Betreuungszeiten in den Ferien, vor allem in den Sommerferien, in denen das St.-Vitus-Kinderhaus zeitweise schließt.

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