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Auf den Osterseen wird es Kontrollfahrten mit dem Boot geben.

Auch Parkflächen werden kontrolliert

Osterseen-Ansturm: Kontrollfahrten mit dem Boot

  • vonWolfgang Schörner
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„Urlaub dahoam“ in der Corona-Krise: Das bedeutet Probleme für Iffeldorf und die Osterseen.

Iffeldorf – Zum einen wird der Ort bei schönem Wetter von Ausflüglern regelrecht zugeparkt, zum anderen leidet das sensible Naturschutzgebiet unter dem Ansturm – ein Beispiel war der Pfingstmontag. Der neu gegründete Umweltausschuss in Iffeldorf hat nun mit Wasserwacht, Polizei, Landratsamt und den Gewässerkundlern der Limnologischen Station über Möglichkeiten beraten, die Probleme in den Griff zu bekommen. Das Ergebnis: Kurzfristig soll es verstärkt Naturschutzkontrollen geben, und zwar per Boot auf den Seen. Andere Maßnahmen greifen wohl erst später.

Osterseen Iffeldorf: Wegen Corona-Krise mehr Ausflügler als sonst

Die Wasserwacht werde Kontrollfahrten mit ihrem Boot unternehmen, damit die Naturschutzregeln eingehalten werden, erklärte Georg Goldhofer (CSU), Vize-Bürgermeister und Ausschussvorsitzender, auf Nachfrage. So soll verhindert werden, dass die Badegäste in die Schilfgürtel gehen und ihren Müll liegen lassen. Auch die Polizei werde kontrollieren, und zwar mit einem Boot der Wasserwacht oder der Limnologischen Station. Die Kontrollfahrten könnten an diesem Wochenende stattfinden.

Es seien wegen der Corona-Krise mehr Ausflügler als sonst, bestätigt Goldhofer. Das führt auch dazu, dass Teile des Orts zugeparkt werden, etwa die Maffeistraße, die Hofmark, die Antdorfer Straße und die Osterseenstraße. Rettungsdienste würden nicht durchgekommen, sagt er. Deswegen sollen – ein weiteres Ergebnis des Treffens – Schilder aufgestellt werden, die darauf hinweisen, dass Anwohnerstraßen und Rettungswege freizuhalten sind. Das wäre laut Goldhofer eine Handhabe, um Autos gegebenenfalls abschleppen zu können. Man werde das intern mit dem Ordnungsamt abklären und dann die Schilder bestellen. Er hofft, dass sie vor den Sommerferien stehen.

Hoffnung liegt auf Naturtourismus-Projekt zur Entspannung der Lage

Bürgermeister Hans Lang (SPD) berichtete auch, dass die Polizei verstärkte Kontrollen an den Wochenenden zugesagt hat. Er schlägt zudem vor, die Kontrollen der Parkflächen durch den Kommunalen Zweckverband auszubauen, und zwar für Juli, August und September. „Das kostet Geld, aber das werden wir uns leisten.“ Entscheiden muss darüber der Gemeinderat. Langfristig erhofft sich die Gemeinde eine Entspannung auch durch ein Naturtourismus-Projekt mehrerer Tourismusverbände, bei dem es um Besucherlenkung durch Schilder und Hinweise geht. Der Gemeinderat hat einer Teilnahme schon zugestimmt.

„Es wäre uns lieber, wenn wir keine Verbote bräuchten“, erklärt Goldhofer. Und Lang sagt: „Ich hoffe, dass wir uns mal wieder über gutes Wetter an einem Wochenende freuen können.“

Auch interessant: Mit der Frage, ob nordöstlich des Penzberger Ortsteils Reindl neue Wohnhäuser entstehen dürfen, hat sich der Penzberger Bauausschuss beschäftigt. Ihm lag der Wunsch von Grundstückseigentümern vor, für das Areal einen Bebauungsplan aufzustellen. Das lehnte der Ausschuss ab – zumindest vorerst.

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