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Die Osterseen in Iffeldorf waren ein beliebtes Ausflugsziel am Pfingstwochenende. 

„Narrisch viel los“

Osterseen waren beliebtes Ausflugsziel an Pfingsten

  • vonWolfgang Schörner
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Die Osterseen in Iffeldorf dienten am Pfingstwochenende als beliebtes Ausflugsziel. Doch der sonnige Montag war eindeutig der Höhepunkt des Besucheransturms.

Iffeldorf – Die Situation war zwar nicht so dramatisch wie in Kochel oder im Allgäu. Aber auch in Iffeldorf stöhnten die Anwohner über den Ansturm am Pfingstwochenende. Wobei der sonnige Montag eindeutig den Höhepunkt bildete. Vollgeparkt waren die Parkplätze zu den Osterseen und viele innerörtliche Straßen wie Hofmark, Maffeistraße und Staltacher Straße. Auch in Nebenstraßen suchten Tagesausflügler Flächen, um ihr Auto abzustellen, selbst in Sackgassen und bei einem Wendehammer. Allein am Wanderparkplatz an der Jägergasse wurden 225 Autos gezählt. Voll war auch der große Parkplatz bei Gut Aiderbichl, was selten vorkommt.

Ansturm könnte mit Badegästen noch schlimmer werden

„Es war grenzwertig, es war narrisch viel los“, sagte Bürgermeister Hans Lang (SPD) am Montag auf Nachfrage über den erwarteten Ansturm in Iffeldorf. Von „katastrophal“ wollte er nicht sprechen. Es habe immerhin noch ein Durchkommen gegeben. Aber die Situation sei „stark belastend für Anwohner und die Natur“.

Was den Rathaus-Chef Sorgen bereitet, ist zum einen die Parkplatzsituation, zum anderen die vielen Besucher, die sich im sensiblen Naturschutzgebiet Osterseen bewegen. Lang befürchtet, dass es noch schlimmer kommt, wenn sich die Wassertemperatur erhöht und noch mehr Badegäste kommen. Kolonnen von Ausflüglern an die Osterseen haben die Iffeldorfer auch schon in der Vergangenheit erlebt. Die Reisebeschränkungen während der Corona-Krise verschärfen nun jedoch den Andrang.

Gemeinderatsausschuss muss über Probleme und mögliche Konsequenzen sprechen

Über die Probleme und mögliche Konsequenzen soll nun in Kürze der Gemeinderatsausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr sprechen. „Allzu viel Zeit haben wir nicht“, sagt Bürgermeister Lang. „Bis allerspätestens Ende Juni“, erklärt er, müssten die Vorkehrungen, die man sich überlegt, umgesetzt sein. Denkbar sind zum Beispiel einseitige Parkverbote an Straßen, was allerdings den Parkdruck an anderer Stelle erhöhen könnte. Ideen gebe es, so Lang, diese möchte er allerdings erst im Gremium diskutiert haben. Auch mit den Anwohnern werde man reden. Was ebenfalls gelöst werden muss, ist das Toilettenproblem beim großen Badeplatz am Fohnsee. 

Lesen Sie auch: Der Bau eines Hochbehälters wird voraussichtlich das einzige große Projekt sein, das die Gemeinde Antdorf in diesem Jahr in Angriff nimmt. Die Investition ist Teil des Haushaltsplans, den der Antdorfer Gemeinderat abgesegnet hat. Andere Projekte wie die Umgestaltung des Dorfplatzes werden heuer nicht mehr angepackt.

Die Anwohner der Seeshaupter Seepromenade befürchten Einbußen ihrer Lebensqualität, wenn die ihrer Ansicht nach unhaltbaren Zustände rund um den Dampfersteg von der Gemeinde nicht bald abgestellt werden. Deshalb schrieben sie einen Beschwerdebrief.

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