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Kinder überreichten Rosen  an die scheidende Schulleiterin Berta Maier.

Grundschule Iffeldorf: Abschied von Leiterin Berta Maier mit Rosen, Musik und Zirkus

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Mit Musik, witzigen Einlagen und vielen Rosen ist Berta Maier als Leiterin der Iffeldorfer Grundschule in den Ruhestand verabschiedet worden. Sie war elf Jahre lang erst Konrektorin, dann Rektorin der beiden Schulhäuser. Zuvor hatte sie viele Jahre in Penzberg unterrichtet.

Iffeldorf – „Sie ist nett, sie spendiert Eis und schaut, dass es allen gut geht“, sagt ein Bub. „Sie hat ein schönes Büro“, erklärt ein Mädchen. Und: „Sie ist süß.“ Als kurzer Film waren die Kommentare bei der Abschiedsfeier für die Iffeldorfer Schulleiterin Berta Maier zu sehen, ein amüsanter Abend, verpackt in eine Zirkusshow, zu der unter anderem Lehrerkollegen, Eltern, die Bürgermeister und Pfarrer der umliegenden Gemeinde sowie ihr Vorgänger Peter Karnbaum ins Gemeindezentrum gekommen waren. Unter den Gästen befand sich am Freitag auch Simone Schramm, Maiers Nachfolgerin als Schulleiterin.

Berta Maier blieb als Lehrerin dem Landkreis Weilheim-Schongau treu

Berta Maier (64) war in ihrer Schulkarriere dem Landkreis Weilheim-Schongau immer treu geblieben. Nach ihrem Staatsexamen an der Uni in München arbeitete sie im Vorbereitungsdienst an Schulen in Penzberg, Altenstadt und Hohenfurch. 1980/81 unterrichtete sie an die Bürgermeister-Prandl-Mittelschule, ab 1988 an der Prandl-Grundschule. 1996 wechselte Berta Maier zur damals neuen Penzberger Grundschule an der Birkenstraße, wo sie 2001 Konrektorin wurde.

Im Jahr 2008 Wechsel von Penzberg nach Iffeldorf

2008 ging sie nach Iffeldorf, als Stellvertreterin von Rektor Peter Karnbaum. Damals war es eine schwierige Zeit – daran erinnerte Bürgermeister Hubert Kroiß. Der Teilhauptschule wurden die fünfte und sechste Jahrgangsstufe gestrichen. „Man hatte Angst, dass das erweiterte und umgebaute Schulhaus in Iffeldorf teilweise verwaist“, erzählte er. Das Gegenteil sei aber eingetreten durch die zunehmende Schülerzahl und die Mittagsbetreuung.

Im Jahr 2011 wurde Berta Maier Schulleiterin und damit verantwortlich für 160 Schüler und 19 Lehrer in den Häusern in Iffeldorf und Habach. Heute sind es 205 Kinder und 20 Lehrer. Sie habe die Schulgemeinschaft auf angenehme, familiäre, aber auch bestimmte Art geführt und allen Schülern eine optimale Grundlage mit auf den Weg gegeben, sagte Kroiß. Er dankte gemeinsam mit seinen Antdorfer und Habacher Bürgermeisterkollegen Berta Maier für ihr Engagement.

Berta Maier und Frankreich: Schüleraustausch und Modellversuch

Kerstin Krückel vom Schulamt stellte zwei Sachen heraus, die Berta Maier wichtig waren. Zum einen ist dies der intensive Schüleraustausch mit der „L’ecole du Plessis“ aus der französischen Partnergemeinde Châteaubourg, der seit über 30 Jahren besteht. Zum anderen, so Krückel, habe sie sich erfolgreich um den Modellversuch „Bilinguale Grundschule Französisch“ bemüht, der seit zwei Jahren an den Schulhäusern in Iffeldorf und Habach läuft.

An dem von Konrektor Bernhard Apel moderierten Abend dankten Schüler ihrer scheidenden Schulleiterin mit Rosen. Zwei Rosenstöcke und eine Torte erhielt sie von den Eltern, die auch ein Lied von „Guns n’Roses“ sangen – weil es genauso viel Energie habe wie Berta Maier. Auch Amüsantes war zu erfahren. Bei einer Kostüm-Rate-Show lautete die Frage, ob Berta Maier jemals ein glitzerndes Gardemädchen-Kostüm getragen habe? Das Publikum tippte auf Nein. Doch Lehrerin Franziska Steingruber antwortete, Berta Maier sei „früher ein waschechtes Gardemädchen“ gewesen.

Berta Maier nach dem Abschied: Mehr Zeit für Familie und Reisen

Damals, als sie nach Iffeldorf kam, erzählt Berta Maier, sei sie „sehr schnell und offen in das Schulteam“ aufgenommen worden, dieses Wohlfühlen sei bis heute geblieben. Sie habe ein tolles Kollegenteam gehabt, einen engagierten Konrektor und einen Elternbeirat, der immer zur Stelle war. So habe sie die Aufgabe stemmen können, was zusammen mit einer Klassenführung eine Herausforderung war. Lob zollt Berta Maier auch den Bürgermeistern im Schulverband. Sie hätten Wünsche, so weit möglich, immer erfüllt. Und nun nach dem Abschied? „Jetzt habe ich mehr Zeit, nach der Tasse Kaffee in Ruhe Zeitung zu lesen“, antwortet Berta Maier. Sie freue sich auf mehr Zeit mit Familie und Enkelkind sowie auf Reisen mit ihrem Mann. Und: „Ich werde immer gern zu Besuch in die Schule kommen.“

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