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Simone Schramm ist die neue Leiterin der Grundschule Iffeldorf.

Von der Regierung zurück ins Schulhaus: Neue Grundschulleiterin in Iffeldorf - mit Opernhaus-Erfahrung

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Simone Schramm ist die neue Schulleiterin der Grundschule Iffeldorf. Die 35-Jährige folgt auf Berta Maier, die vor kurzem in den Ruhestand gegangen ist. Zuvor war die gebürtige Nürnbergerin bei der Regierung von Oberbayern beschäftigt. Von ihrem neuen Wirkungsort ist sie „total begeistert“.

Iffeldorf – Simone Schramm ist in Nürnberg geboren und aufgewachsen. Nach dem Lehramtsstudium an der dortigen Universität unterrichtete die junge Frau als Referendarin an zwei Grundschulen im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Danach folgte der Sprung nach Oberbayern: nach München-Obergiesing, wo sie vier Jahre als Grundschullehrerin arbeitete.

In Obergiesing baute Simone Schramm ein gebundenes Ganztagsangebot mit auf – eine wertvolle Erfahrung, die sie schließlich zur Regierung von Oberbayern führte. Sie habe vom Schulamt den Tipp erhalten, dass dort eine Stelle frei ist, bei der es genau um solche schulischen Betreuungsangebote geht. Fünf Jahre war sie bei der Regierung für die Koordination dieser Angebote an Schulen in 22 Landkreisen zuständig.

Neue Schulleiterin war bei der Regierung für Ganztagsschulangebote zuständig

Und nun der Wechsel zurück in ein Schulhaus. Sie habe sich ja einst für den Lehrerberuf entschieden, weil sie mit Kindern arbeiten wolle, sagt Simone Schramm. Ein zweiter Aspekt sei, dass sie bei der Regierung Einblick in die Strukturen und Gesamtzusammenhänge erhalten habe, außerdem gerne Verantwortung übernehme. Das „will ich jetzt einsetzen als Schulleiterin“, sagt sie. Also nicht mehr von außen beraten, sondern aktiver Teil einer Schule sein. Wobei das nicht heißen soll, dass sie nach Iffeldorf kommt, um Ganztagskonzepte umzusetzen. Das stehe bei ihr nicht primär im Fokus, sagt sie. So etwas, fügt sie an, orientiere sich immer am örtlichen Bedarf und müsse von allen getragen werden.

Simone Schramm: von der Grundschule Iffeldorf „total begeistert“

Am 1. August hat Simone Schramm die Nachfolge von Berta Maier angetreten. Von der Grundschule Iffeldorf mit ihren rund 190 Schülern im neuen Schuljahr zeigt sich die neue Leiterin „total begeistert“. „Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es eine der schönsten Schulen in Oberbayern ist.“ Sie meint damit sowohl das Gebäude mit Blick auf die Osterseen als auch das, „was die Schule auszeichnet“. Da sind zum Beispiel der „Bilinguale Modellversuch“ mit den Französisch-Gruppen und die Partnerschaft mit einer Schule im französischen Châteaubourg. „Es liegt mir sehr viel daran, die Partnerschaft weiterzuführen“, sagt sie.

Neue Schulleiterin gehörte zu einem Ensemble des Nürnberger Opernhaus

Ein anderer Punkt sind die Theateraufführungen, maßgeblich initiiert von Konrektor Bernhard Apel. Wobei Simone Schramm selbst eine besondere Beziehung zum Theater besitzt. Sie habe von Kindesbeinen an Ballett getanzt, erzählt sie. Während ihres Studiums gehörte sie dann zum Bewegungsensemble des Nürnberger Opernhauses, das Tanzszenen und anspruchsvollere Statistenrollen übernahm. Später hospitierte sie bei der Regie. Gerade für Kinder sei Theaterspielen wichtig, sagt sie. Es stärke ihr Selbstvertrauen. Dass die Grundschule – sie trägt den Titel „Das singende Schulhaus“ – sehr musikalisch ist, hat Simone Schramm ebenfalls schon erfahren. „Singen verbindet“, sagt die neue Rektorin. Auch wenn sie einräumt, dass Singen nicht ihre Stärke ist.

Grundschule mit zwei Häusern in Iffeldorf und Habach

Als Herausforderung sieht sie die Teilung der Schule in zwei Häuser, in Iffeldorf und Habach. Aber: „Es ist toll, wie gut es funktioniert.“ Das Kollegium sehe sich als Team. So soll es auch bleiben. „Wir sind eine Grundschule“, bekräftigt Simone Schramm. Sie wolle in Habach das Gefühl vermitteln, dass sie dort präsent ist, auch wenn ihr Schwerpunkt in Iffeldorf liegt, weil sich dort die Verwaltung befindet. Eng zusammenarbeiten wird sie da mit Konrektor Apel. „Er wird für mich sicher eine große Unterstützung sein.“

„Unheimlich dankbar“ sei sie auch dafür, wie sie empfangen wurde: vom Kollegium, von Eltern und den Bürgermeistern der drei Gemeinden, die im Schulverband vereint sind. Und von ihrer Vorgängerin, die sich viel Zeit genommen habe. Sie wolle das Vertrauen durch Offenheit und wertschätzende Gespräche stärken, sagt die 35-Jährige. Ihr Motto: „Die Schule mit Herz und Verstand führen.“

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