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Nachbarschaftshilfe Iffeldorf

Iffeldorfer Bürgerbus fährt ab Oktober

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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Der Bürgerbus, den die Nachbarschaftshilfe Iffeldorf anschaffen möchte, soll noch in diesem Monat ausgeliefert werden. Ab Oktober könnte das neue Fahrzeug eingesetzt werden - früher als gedacht.

Iffeldorf – „Der Bürgerbus wird Ende September in Betrieb gehen.“ Darüber informierte Gemeinderätin Ria Markowski in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch. Auf Nachfrage des Penzberger Merkur relativierte die erste Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Iffeldorf diese Ankündigung aber wieder ein Stück weit: Sie wisse noch nicht ganz genau, wann das Fahrzeug, ein Mercedes Sprinter, ausgeliefert werde.

Sie rechne aber damit, das der Bus Mitte bis Ende September im Ort eintreffen werde. Dann solle es eine kleine Einweihungsfeier geben, bei der der Kleinbus mit neun Sitzen auch den kirchlichen Segen erhalten werde. „Ab Oktober soll der Bus dann zum ersten Mal fahren“, schätzt Markowski. Damit könne der Bürgerbus „schneller als gedacht“ zum Einsatz kommen.

Das Fahrzeug soll zum Einen den ehrenamtlichen Helfern des Vereins ihre Arbeit erleichtern. Zum Anderen soll es alten und gehbehinderten Menschen den Alltag vereinfachen und ihnen mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Ort ermöglichen. Wie Markowski erläutert, würden Ehrenamtliche derzeit mit ihren Privatautos Iffeldorfer Senioren zum Einkaufen und zum Arzt fahren oder Menschen im Rollstuhl zur Physiotherapie. Besonders Letzteres sei mit herkömmlichen Pkws mühsam. Der neue Bürgerbus verfüge nun über eine rollstuhlgerechte Rampe und erleichtere den Helfern ihre Arbeit damit wesentlich.

Ein konkreter Einsatzplan für das Fahrzeug sei derzeit in Arbeit. Geplant sei aber, mit dem Bus einmal pro Woche nach Penzberg zu fahren: um Iffeldorfer zum Einkaufen, zum Arzt oder zur Bank zu bringen. Zusätzlich möchte die Nachbarschaftshilfe einmal im Monat Halbtages- oder Tagesausflüge mit dem Bus anbieten.

Wie bisher auch, würden Helfer des Vereins außerdem flexible Fahrdienste mit dem Bus anbieten. Außerdem sollen Fahrdienste zu vereinsinternen Veranstaltungen angeboten werden. Wer selbst nicht mobil ist, kann sich dann vom Bus zum Seniorencafé oder zum Mittagstisch abholen lassen.

Dass die Fahrten im neuen Bürgerbus von der Corona-Pandemie ausgebremst werden könnten, fürchtet Markowski nicht. Der Bürgerbus werde „auf jeden Fall“ eingesetzt. Um die Sicherheit für die Mitfahrenden so gut wie möglich zu gewährleisten und die behördlichen Auflagen zu erfüllen, sei man im Verein gerade dabei, ein Hygienekonzept zu erstellen – für die Fahrten im Bus, aber auch für die vereinsinternen Veranstaltungen.

Bürgerbusse gibt es schon in vielen Kommunen. Gefördert werden sie vom bayerischen Verkehrsministerium. Diese ehrenamtlichen Bürgerbus-Projekte, so das Ziel des Freistaats Bayern, sollen den öffentlichen Nahverkehr vor Ort ergänzen. Der Freistaat gibt Zuschüsse für den Kauf des Fahrzeuges, für den Erwerb des Beförderungsführerscheins und für die Organisation der Verkehrsangebote.

Den Weg über die staatliche Förderung hatte ursprünglich auch die Iffeldorfer Nachbarschaftshilfe ins Auge gefasst. Wegen der enormen Vorgaben hatte sich der Verein aber bereits vor einiger Zeit dagegen entschieden (wir berichteten). Nun wird der Verein den Bürgerbus zu einem großen Teil selbst finanzieren. Etwa 30 000 Euro seien dafür bereitgestellt, so Markowski. Möglich werde dieser Kraftakt durch die rege Vereinstätigkeit der vergangenen sieben Jahre. Seit der Gründung der Nachbarschaftshilfe „haben wir einiges geleistet“, betont Markowski.

Deshalb sei die Zahl der Mitglieder mittlerweile auf rund 300 angewachsen. „Über zehn Prozent der Iffeldorfer Bevölkerung sind Mitglied bei uns“, sagt Markoski stolz. Zusätzlich zu den dadurch eingehenden Mitgliedsbeiträgen und den Erlösen aus Veranstaltungen habe der Verein dank seiner guten Arbeit in den zurückliegenden Jahren außerdem so manche großzügige Spende erhalten. So konnte ein finanzielles Polster angelegt werden, das für das Gemeinwohl ausgegeben werden soll. Auch die Gemeinde Iffeldorf beteiligt sich mit 21 000 Euro am Bürgerbus.

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