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Applaus, Applaus: Den erntete Bürgermeister Hubert Kroiß für seinen Bericht in der Bürgerversammlung.

Bürgerversammlung in Iffeldorf 

Viel wurde gemacht, viel steht noch an

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Bei der Bürgerversammlung in Iffeldorf zog Rathauschef Hubert Kroiß eine zufriedene Bilanz für 2016. Kein Wunder, die Gemeinde steht gut da.

Iffeldorf – Hubert Kroiß hatte schon Bürgerversammlungen gehabt, als heißere Eisen in Iffeldorf anzusprechen waren. Ein teures neues Feuerwehrhaus zum Beispiel, oder eine noch teurere Sanierung des Deichstetterhauses. Doch heuer war es für ihn viel entspannter. Er habe „nur gute Nachrichten“, verkündete der Rathauschef vor rund 120 Anwesenden im Gemeindezentrum denn auch sichtlich stolz und zufrieden.

Das Deichstetterhaus als Verwaltungssitz und Bürgerzentrum in Betrieb. „Das ist unser Schmuckstück“, sagte Kroiß über die millionenschwere Investition, die das Gemeindesäckel mit 1,91 Millionen Euro belasten. Die Ausgabe hat sich gelohnt, so der Bürgermeister: „Da ist schon tolles Leben drin.“ Von Kroiß (CSU) gab es noch ein dickes Lob für seinen Stellvertreter Hans Lang (SPD), der sich um die Finanzen des Bauprojekts gekümmert hatte: „Er hat jeden Cent an Förderung rausgeholt.“

Leider mehr Geld war für die Erweiterung beim „Haus für Kinder“ nötig. Die Kostenschätzung von 2,55 Millionen Euro wurde um 260 000 Euro überschritten – was der Bürgermeister aber mit der unerwarteten Entsorgung von Altlasten im Erdreichund einer verbesserten Ausführung bei Küche und Lüftung begründete.

Doch auch für heuer stehen der Osterseengemeinde größere Bauprojekte ins Haus. Eigentlich wollte Hubert Kroiß im Sommer den Geh- und Weg vom Wohngebiet am alten Sägewerk bis zum Bahnhof anpacken. Die Idee existiert schon seit zehn Jahren, scheitere aber bislang an der Bahn. 2016 erteilte sie tatsächlich die Erlaubnis zur Baudurchführung. An der Planung ist die Gemeinde dran, die Kosten für den 200 Meter langen Weg werden auf 213 000 Euro geschätzt. Allerdings gestalten sich die Vorarbeiten wegen des Naturschutzes schwierig, so Kroiß, denn ein landschaftspflegerischer Begleitplan sei nötig. Überhaupt ist er sich nicht sicher, ob der Sommertermin eingehalten wird. „Die Mühlen mahlen langsam“, erinnerte Kroiß an die Erfahrungen mit dem Konzern.

Geplant wird derzeit an einem zweiten Projekt: dem Umbau des Leichenhauses. Rund 200 000 Euro soll es kosten. Und wohl im Juni will Kroiß im Gemeinderat die Planaufstellung für das neue Baugebiet „Östlich der Staltacher Straße“ beschließen.

Alle die Vorhaben kann die Gemeinde relativ gelassen angehen. VG-Kämmerer Georg Bäck hatte solide Haushalts-Zahlen dabei. 1,01 Millionen Euro werden heuer dem Vermögenshaushalt zugeführt. Die Rücklage soll zum Jahresende bei 1,5 Millionen Euro stehen. Und Iffeldorf ist weiter schuldenfrei.

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