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Iffeldorfs Pfarrer Gabriel Haf (rechts) weihte die Stelen des Meditationswegs ein. Berthold Baron von Pfetten (links daneben) hatte die Kunstwerke in Auftrag gegeben.

Sieben Stationen an der Heuwinklkapelle

Neuer Stelenweg eingeweiht

„Via matris – Der Schmerzensweg Mariens“: So heißt der neue Stelenweg in Iffeldorf. Er führt den Hügel hinauf zur Heuwinklkapelle.

Iffeldorf – Der Weg entlang der Kastanienallee wurde nun feierlich eingeweiht. Der Besucher findet entlang der Strecke sieben Bildstöcke, die Szenen aus dem Leben Marias zeigen. Iffeldorfs Pfarrer Gabriel Haf weihte jede einzelne der hölzernen Darstellungen. Die Stellen hatte der heimische Künstler Erich Zimmer in rund 500 Stunden Arbeit angefertigt. Der Bildhauer, der unter anderem auch die „Kohlstadlschicksn“-Skulptur auf dem Penzberger Rathausplatz fertigte, wählte für die Stelen Edelkastanie als Material. „Das passt gut in die Allee mit den Rosskastanien. Aber die Edelkastanie ist beständiger als die Rosskastanie“, erklärte Zimmer bei der Einweihung. Zu der Veranstaltung waren zahlreiche Bürger erschienen.

Wie einen Scherenschnitt hat Zimmer die Figuren in ihren hölzernen Bildstöcken angelegt, wodurch die dahinterliegende reale Landschaft – die Berge, die Wiesen – wie ein Hintergrund in die sieben Kunstwerke mit einbezogen wird. In Auftrag gegeben hat den „Meditationsweg“, wie ihn Pfarrer Gabriel Haf bezeichnete, Berthold Baron von Pfetten, der in unmittelbarer Nachbarschaft zur Heuwinklkapelle wohnt.

Bereits im Frühjahr hatte der Gemeinderat einen entsprechenden Antrag von Pfettens zur Errichtung des Stelenwegs befürwortet. Über die Kosten für die Bildstöcke wurde nichts bekannt. Die fast mannshohen Bildstöcke sollen die „Sieben Schmerzen Mariens“ darstellen – drei Ereignisse aus der Kindheit Jesu, etwa die Flucht vor Herodes nach Ägypten und vier Stationen des Kreuzwegs, wie die Kreuzigung Jesu. Mit dem Schmerzensweg will die Pfarrgemeinde St. Vitus an eine Jahrhunderte alte Tradition anknüpfen: Denn bereits seit dem Mittelalter wird die schmerzhafte Muttergottes von vielen Menschen tief verehrt. Auf dem Weg an den Bildstöcken vorbei hinauf zur Kapelle „Maria im Heuwinkl“ sollen die Gläubigen zur inneren Besinnung gelangen – und dabei an leidtragende Menschen denken sowie in schweren Zeiten neue Kraft schöpfen.

Franziska Seliger

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