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Willkommen in Iffeldorf: Das schmucke Rathaus im denkmalgeschützten Deichstetterhaus bekamen die Besucher natürlich auch gezeigt.

SPD in Iffeldorf

Besuch von Genossen aus Tirol

  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
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Die Iffeldorfer SPD blickt seit drei Jahren über die Grenzen nach Tirol: Die Sozialdemokraten von den Osterseen haben freundschaftliche Bande zur SPÖ-Ortsgruppe in der Marktgemeinde Zell am Ziller geknüpft. Die Österreicher besuchten jetzt die oberbayerischen Genossen.

Iffeldorf – Auf dem Besuchsprogramm der Tiroler Gäste standen unter anderem eine Führung von zweitem Bürgermeister Hans Lang durch das neue Rathaus und Bürgerzentrum im Deichstetterhaus, eine Besichtigung des Feuerwehrhauses und ein Besuch des Museums Penzberg. Auf den Weg von Zell nach Iffeldorf hatten sich Ortsgruppen-Vorsitzende Annelies Brugger, Gemeinderat Johann Platzer und Sepp Rauch, der stolze 35 Jahre lang im Zeller Gemeinderat saß, gemacht. Den Kontakt mit den Tirolern hatte SPD-Ortsvorsitzender Hans-Dieter Necker geknüpft. „Wir wollen uns politisch austauschen“, beschreibt er die Beziehung und schmunzelt ein wenig: „Damit wir einen Weitblick kriegen.“ Vor drei Jahren wurde sogar eine richtige Partnerschaftsurkunde unterzeichnet und die Freundschaft Schwarz auf Weiß besiegelt. Zweimal weilten die Iffeldorfer bereits bei ihren österreichischen Partnern, 2015 besuchten die Tiroler erstmals die Osterseengemeinde.

Beide Ortsvereine blicken auf eine lange Tradition zurück. Doch während die 1908 ins Leben gerufenen Iffeldorfer SPD immerhin 31 Mitglieder zählt, sind es in Zell und Umgebung laut Vorsitzender Brugger lediglich um die zehn Mitglieder plus einige Unterstützer auf den Wahllisten. Iffeldorf, bekräftigt Brugger, „gefällt uns sehr gut“. Überhaupt: „Eine bayerische Partnerschaft ist immer gut“, sagt die Tiroler Lokalpolitikerin. Brugger, Jahrgang 1967 und seit 13 Jahren in der Gemeindepolitik aktiv, ist seit 2015 Obfrau der Ortsgruppe Zell und war bis 2016 Bezirksparteivorsitzende der SPÖ Schwaz. Sie kandidierte vor einem Jahr erfolglos als Bürgermeisterin. Sie will sich in ihrer Ortsgruppe „um eine Verjüngung“ kümmern und schauen, „dass wir uns ein bisserl weiblicher gestalten“. Bei Letzterem konnte sie sich Tipps bei den Iffeldorfer Partnern holen: Die dortige SPD hatte mit Isolde Künstler und Eva-Maria Brehm jahrelang Frauen-Power in ihren Reihen.

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