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Staltacher Straße in Iffeldorf.

Staltacher Straße: Halteverbot sorgt für Debatte

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Die Staltacher Straße in Iffeldorf erhält mehrere Halteverbote. Es wird aber auch gewarnt, dass eine freie Strecke zum Schnellfahren animiert.

Iffeldorf - Es sind nur ein paar Schilder, doch sie sorgten jüngst im Iffeldorfer Gemeinderat für einige Diskussion: Es ging um Halteverbote an der viel befahrenen Staltacher Straße. Laut Bürgermeister Hubert Kroiß sind mehrere Halteverbote vorgesehen: erstens beidseitig im Mittelstück der Staltacher Straße – auf Höhe des Wegs zum Sportplatz befindet sich eine Kanalhebeanlage, die frei von Fahrzeugen bleiben soll. „Wenn von vorn bis hinten durchgeparkt ist, haben wir ein Problem“, erklärte Kroiß. Denn immer öfter müsse die Hebeanlage gewartet werden, weil unerlaubt entsorgte Lappen Rohre verstopfen. Ebenso behinderten parkende Autos die Feuerwehr, warnte der Rathauschef. Und zu guter Letzt wünsche sich der RVO eine ungehinderte Fahrt für seine Busse. Zweitens soll es beidseitig im Bereich des neuen Rathauses ein Halteverbot geben. Die Straße wurde dort eh schon verengt, was kaum Platz zum Parken lässt. Drittens und viertens sollen Halteverbote zwischen Rathaus und Autohaus ortseinwärts sowie in der Kurve nach der Einmündung der Penzberger Straße in Richtung Bahnhof eingerichtet werden.

Doch es gab Kritik im Gemeinderat. „Man muss auch mit den Anwohnern reden“, verlangte Andreas Ludewig (UWÖ-Liste). Er störte sich an einem Halteverbot ausgerechnet bei der Hubanlage, die in der Mitte des langen, geraden Stücks der Staltacher Straße zwischen Metzgerei „Petermichl“ und der Unterführung am Bahnhof liegt. Derzeit können auf der Strecke beidseitig Autos abgestellt werden. „Jetzt räumt man sie wieder frei“, so Ludewig. Eine Fahrbahn ohne parkende Autos ermutige geradezu zum Schnellfahren. Ludewig sprach von einer „800 Meter Rennstrecke“. Seine Kritik teilte Dr. Christian Gleixner (PWG). Er sprach sich wie Ludewig wenigstens für versetzte Halteverbotsbereiche aus.

Beim Rathauschef bissen sie damit allerdings auf Granit: Parkbuchten reichen den RVO-Bussen nicht aus, weil sie größere Lücken bräuchten, so Kroiß. Auch die Polizei habe sich laut Bürgermeister dagegen ausgesprochen. Derzeit gilt dort bereits ein Halteverbot: im Winter einseitig, damit der Räumdienst durchkommt. Solche Parkbuchten und baulichen Maßnahmen, auch Bäume, entlang der Staltacher Straße waren übrigens im Zuge der jüngsten Iffeldorfer Kanalarbeiten angedacht worden. Die Pläne wurden aber nicht umgesetzt, weil der Kanalbau an der Staltacher Straße dann doch nicht so umfangreich wurde. Michaela Liebhardt (CSU) sprach sich jetzt gegen künstliche Verkehrshindernisse aus: Dies würde viel Geld koste. Solche Baumaßnahmen könne die Gemeinde laut Bürgermeister Kroiß auch nur umsetzen, „wenn wir die Anwohner heranziehen“.

Am Ende stimmte der Gemeinderat mit großer Mehrheit für die vier neuen Halteverbotszonen an der Staltacher Straße. Ludewig und Gleixner stimmten dagegen.

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